Bergischer HC macht es gegen Füchse Berlin unnötig spannend

Handball-Bundesliga : Eine unnötig spannende Schlussphase

Der Bergische HC setzt auch gegen die Füchse Berlin seinen Triumphzug in der Handball-Bundesliga fort. Im Duell der Tabellennachbarn siegten die Löwen mit 28:26 (14:12), um allerdings fast noch einen Sechs-Tore-Vorsprung einzubüßen.

Christopher Rudeck und Silvio Heinevetter drückten einer ausgeglichenen Begegnung von Beginn an den Stempel auf. Bereits in der ersten Hälfte sammelten beide Torleute jeweils acht zum Teil spektakuläre Paraden, in der zweiten Hälfte war es nur noch der BHC-Schlussmann, der Akzente setzte. Die Partie im Spielfilm.

4. Minute Die Antwort auf die ersten Treffer von Jacob Holm und Paul Drux ist jedes Mal die (erfolglos abgeschlossene) Schnelle Mitte. Nach einem Technischen Fehler der Berliner ist Kristian Nippes mit seinem Sololauf nach ebenfalls nur kurzer Angriffszeit zum 1:2 effektiver.

15. Minute Max Darj ist am Kreis ständig in Bewegung, um Lücken für Linus Arnesson, Kristian Nippes oder Fabian Gutbrod im Rückraum zu schaffen. Oder er ist anspielbar, um in Unterzahl zum 5:6 erfolgreich zu sein. Im Gegenangriff bleibt Löwen-Keeper Christopher Rudeck beim vierten Siebenmeter zum zweiten Mal Sieger gegen Hans Lindberg. Doch auch Rudecks Gegenüber zeigt sich in glänzender Verfassung: Silvio Heinevetter verhindert bei freien Abschlüssen von Fabian Gutbrod und Jeffrey Boomhouwer im Nachwurf das 6:6.

17. Minute Die Pfiffe von den Zuschauerrängen verraten: Die BHC-Fans sind mit einigen Beurteilungen der Schiedsrichter von Kontaktsituationen nicht einverstanden. Das fördert allerdings die Stimmung in der Klingenhalle. Der verwandelte Siebenmeter von Arnor Gunnarsson (7:8), das 8:8 von Rafael Baena, die Parade von Christopher Rudeck sowie der verworfene Siebenmeter von Fabian Wiede werden lautstark bejubelt. Und erst recht das 10:8 von Linksaußen Jeffrey Boomhouwer, das Füchse-Coach Velimir Petkovic zum Anlass für seine erste Auszeit nimmt (22.).

30. Minute Die Füchse mühen sich mit langen Angriffen gegen die kompakte 6:0-Abwehr des BHC – und es häufen sich schlechte Abschlüsse und Fehlpässe. Die Löwen könnten zur Halbzeit sogar deutlicher als 14:12 führen, wenn Jeffrey Boomhouwer (2), Tomas Babak und Linus Arnesson nicht ihren Meister in Silvio Heinevetter finden würden.

Jeffrey Boomhouwer hätte gerne noch häufiger über ein Tor gejubelt, scheiterte jedoch ein paar Mal an Silvio Heinevetter. Foto: Meuter, Peter (pm)

38. Minute Beide Teams setzen zu Beginn der zweiten Hälfte auf lange Angriffe. Im Gegensatz zu den Berlinern präsentieren sich die Löwen um Mittelmann Tomas Babak abgebrühter. Der Tscheche trifft zum 16:12 und setzt zudem Max Darj (17:13) und Arnor Gunnarsson (18:13) mit Traumpässen in Szene.

45. Minute Mit Jacob Hom auf der Deckungsspitze versuchen die Gäste den Spielfluss der Bergischen zu stören. Mit simplen Körpertäuschungen von Linus Arnesson (21:15) und Csaba Szücs (22:16) ist das Abwehrsystem jedoch auszuhebeln.

49. Minute Füchse-Trainer Velmir Petkovic probiert sämtliche personellen und weitere taktischen Alternativen, um den Spiel noch eine Wende zu geben. Er und sein Team machen jedoch mehr mit Diskussionen mit den Schiedsrichtern auf sich aufmerksam als auf sportlichem Weg. Die Löwen hingegen bleiben ruhig und verwalten das Ergebnis unter Regie von Tomas Babak lange Zeit bei einem Fünf-Tore-Vorsprung.

58. Minute BHC-Coach Sebastian Hinze setzt in der Schlussphase auf die Taktik des siebten Feldspielers, als Hans Lindberg zum 23:26 per Siebenmeter verkürzt. Ein Ballverlust, und Paul Drux trifft zum 24:26 ins verwaiste Gehäuse. Linus Arnesson (27:24) und Christopher Rudeck mit seiner zwölften Parade sorgen für die Vorentscheidung in einer unnötig spannenden Schlussphase.