Bergischer HC: Harte Westfalen-Nuss für den BHC

Bergischer HC : Harte Westfalen-Nuss für den BHC

Handball: Am heutigen Abend ist Eintracht Hagen zu Gast in der Klingenhalle. Der Respekt vor dem Aufsteiger ist groß.

Mit ordentlich Schwung geht der Bergische HC heute (19 Uhr) in die Zweitligapartie gegen Eintracht Hagen. Einen 13:10-Pausenvorsprung beim Dessau-Roßlauer HV verwandelten die Löwen in einen 31:15-Sieg. "Das war schon nah an der Perfektion, was wir da geschafft haben", findet Torhüter Bastian Rutschmann mit etwas Abstand. "Es wird schwer, das gegen Hagen noch besser zu machen." Zumal der Aufsteiger ebenfalls auf einer Euphoriewelle in der Klingenhalle anreist. Dreimal in Folge hat der Aufsteiger zuletzt gewonnen - gegen die Plätze sieben bis neun der Liga.

"Man sieht eine klare Entwicklung", sagt BHC-Coach Sebastian Hinze: "Die Eintracht stellt ein sehr stabiles Abwehr-Torwart-Paket und ist viel sicherer im Tempospiel geworden." Hatten die Hagener zu Saisonbeginn gegen HBW Balingen-Weilstetten 40 Minuten lang noch überragend gespielt, um dann komplett einzubrechen und die Partie 24:32 zu verlieren, düpierten sie den einstigen Aufstiegsfavoriten im Rückspiel vor zwei Wochen mit 37:33. "Inzwischen verfügt das Team über sehr viel Konstanz", warnt Hinze.

Eintracht-Coach Niels Pfannenschmidt hat eine schwer ausrechenbare Mannschaft geformt. Mit dem polnischen Rückraum-Linken Bartosz Konitz, Spielmacher Sören Kress sowie den Außen Jan von Boenigk und Daniel Mestrum verfügt die Mannschaft über ordentliche individuelle Qualität. Sechs Spieler haben in dieser Saison bereits 50 oder mehr Tore erzielt. "Die einzelnen Spielanteile sind inzwischen so gut verteilt, dass es der Mannschaft immer gelingt, in der entscheidenden Phase die stärksten Leute auf dem Feld zu haben", erläutert Hinze.

"Grundsätzlich wird es bei Hagen nicht so sein, dass wir eine Sache stoppen und danach nichts mehr passiert", weiß der Coach. Die Grundidee des Gegners sei das Tempospiel. "Im Positionsangriff spielen sie taktisch sehr variabel. Den siebten Feldspieler habe ich schon lange nicht mehr gesehen, aber wer weiß, vielleicht wollen sie uns genau damit überraschen."

Mit dem 42-jährigen Dragan Jerkovic verfügt die Eintracht über einen erstligaerfahrenen Torhüter, der bei den jüngsten Erfolgen mächtig aufgedreht hat. "Das ist natürlich meistens so, wenn dreimal in Folge gewonnen wird", meint der Coach, der sich über die Leistung seiner Schlussleute auch nicht beschweren kann. Christopher Rudeck und Bastian Rutschmann haben sich die Einsatzzeiten in diesem Jahr bislang geteilt und jeweils gute Leistungen gezeigt. Die Fünf-Gegentore-Halbzeit von Letzterem ragt freilich ein wenig heraus. "Aber es ist so, wie ich immer sage: Wenn die Abwehr gut steht, nimmt der Torhüter auch mal einen mehr weg", blickt Rutschmann zurück.

Von Hagen erwartet der 35-Jährige mehr Gegenwehr als von Dessau: "Derzeit ist die Eintracht auf jeden Fall stärker." Die Favoritenstellung sei trotzdem klar. "Wir sind auf allen Positionen besser besetzt, müssen das aber erst mal auf die Platte bringen. Es wäre ein großer Fehler, den Gegner zu unterschätzen."

Personell ist die Lage bei den Löwen unverändert. Tomas Babak befindet sich mit seiner Bänderverletzung voll im Plan, wird aber frühestens im März zurückerwartet. Jonas Dell ist mit doppeltem Bänderriss im Sprunggelenk langfristig außer Gefecht. Der Rest ist dabei - inklusive dem von Rutschmann hoch gelobten Innenblock mit Kristian Nippes, Max Darj und Csaba Szücs.

Bei TuSEM Essen tritt der BHC am Sonntag um 17 Uhr in der Sporthalle Am Hallo an. Zur Vorbereitung wird Sebastian Hinze am Samstag noch eine Trainingseinheit durchführen. Eine Vorschau auf die zweite Aufgabe lesen Sie am Samstag.

(RP)