Bergischer HC erwartet am Mittwoch den HC Erlangen

Bergischer HC : Hannover abhaken, auf Erlangen konzentrieren

Der Bergische HC empfängt am Mittwoch um 19 Uhr im zweiten Heimspiel die Mittelfranken in der Klingenhalle.

Die Erholungspause für die Profis des Bergischen HC 06 war kurz. Nach der 26:29 (12:12)-Niederlage bei der TSV Hannover-Burgdorf und einer beschwerlichen Heimreise über die A 2 bat Trainer Sebastian Hinze am Montagnachmittag zum Training. Begrüßen durfte er reichlich Personal. Allein Fabian Gutbrod fällt mit einer Patellafraktur im linken Knie noch rund fünf Wochen aus, so dass am Mittwochabend voraussichtlich 17 Mann aus dem Kernkader zur Verfügung stehen. Dann ist der HC Erlangen um 19 Uhr zu Gast in der Klingenhalle.

Zum Aufgebot könnte auch etwas früher als erwartet wieder Bastian Rutschmann gehören. „Ich will es im Training versuchen, aber natürlich kein Risiko eingehen“, hofft der Torhüter, seine muskuläre Verletzung in der linken Wade alsbald überstanden zu haben. In Hannover nahm der 35-Jährige bereits am Aufwärmprogramm teil. Das Tor des BHC hüteten schließlich Christopher Rudeck und Neuzugang Rasmus Ots, der erstmals in die DKB Handball-Bundesliga hineinschnupperte. „Seine rund zehn Minuten in Hannover sind kaum zu bewerten, seine Trainingsleistung ist es schon. Er kann eine Hilfe sein“, meint Sebastian Hinze zur Leistung des estnischen Nationalkeepers, der vorrangig für die zweite Mannschaft in der Oberliga vorgesehen ist. Ein Paket Rudeck/Ots werde beim Trainer jedenfalls keine Bauchschmerzen auslösen. Das verlorene Match in der niedersächsischen Hauptstadt nimmt bei der Nachbetrachtung keinen allzu großen Raum mehr ein – die Zeit rennt bis zum zweiten Solingen-Spiel der noch jungen Saison. „Wir haben am Sonntag ordentlich gespielt, hätten aber einen guten Tag gebraucht“, sagt Hinze rückblickend. Gut habe zum Beispiel der Doppelwechsel geklappt, um den etatmäßigen Innenblock mit Csaba Szücs und Max Darj herzustellen. Ein Manko war die Schussqualität im Rückraum.

Erlangen stieg aufgrund einer Spielverlegung mit Verspätung in die Meisterschaft ein und bezwang den VfL Gummersbach souverän mit 30:22 (15:10). Nikolas Katsigiannis ließ die Oberbergischen mit seinen Paraden hinter einer stabilen Abwehr verzweifeln, technische Fehler leisteten sich die Franken kaum. Dominik Mappes war mit sechs Treffern bester Torschütze.

„Katsigiannis hat bei Würfen aus neun Metern fast immer eine überragende Quote“, setzt der BHC-Coach eher auf Abschlüsse aus der Nahzone – vorher gelte es, die 3:3-Deckung der Süddeutschen auszuhebeln. Und das soll mit viel Bewegung ohne Ball geschehen. Aufgrund der offensiveren Erlanger Abwehr wird sich die Kreisläufer-Auswahl der Bergischen möglicherweise verändern. „Die enge Deckung gegen Rafael Baena müssen wir auch für Rückraum-Tore nutzen. Das ist der nächste Schritt“, fordert Sebastian Hinze und ist froh über verschiedene Optionen am Kreis.

Lob für die Erlanger Personalpolitik gibt es von Jörg Föste, der dabei den bisherigen Hüttenberger Mappes sowie Petter Överby aus Dänemark anführt. Und mit dem lange verletzten Johannes Sellin hätten die Mittelfranken quasi einen weiteren Neuzugang. Im Verbund mit Rückraum-Assen wie Nikolai Link oder Christoph Steinert stellt sich der HCE für den BHC wahrlich als Herausforderung dar – die nach dem 27:23-Heimerfolg gegen die Eulen aus Ludwigshafen erneut gemeistert werden soll.

(Boll)
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