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Bergischer HC: Bergische Invasion in der Lanxess Arena

Bergischer HC : Bergische Invasion in der Lanxess Arena

In neun Tagen startet der Bergische HC in die neue Saison in der Handball-Bundesliga. Zielsetzung ist erneut der Klassenerhalt.

Ein Jahr Erfahrung hat der Bergische HC in der Ersten Liga gesammelt. "Und wir wollen keinen Millimeter von dem abgeben, was wir uns erarbeitet haben", meint Max Weiß. Nicht nur der Kreisläufer, sondern alle Beteiligten sind sich einig in ihrem Ziel für die bevorstehende Saison: die Leistung des vergangenen Jahres kompensieren. Mit dem Abstieg möchten die Löwen schließlich nichts zu tun haben. Die Aufgabe wird schwer. In der 19-köpfigen Liga muss der BHC vier Mannschaften hinter sich lassen.

"Wir arbeiten erfolgreich an einem neuen Abwehrsystem", erläutert Trainer Sebastian Hinze. Es handelt sich zwar weiterhin um eine 6:0-Variante, diese soll jedoch deutlich aktiver agieren. "Wir werden viel mehr selbst für den Ballgewinn tun. Letztlich wollen wir mit unserer Abwehr den Angriff des Gegners bestimmen." Profitieren werden die Löwen freilich von dem erfolgreichen Abstiegskampf der vergangenen Saison. "Die Erfahrung gilt es natürlich mitzunehmen", sagt Kapitän Viktor Szilágyi. "Und wir wollen zu Hause eine Macht werden." In der vergangen Saison hat der BHC mehr Punkte auswärts als in heimischer Halle gewonnen. "Wir müssen daran arbeiten, dass unsere Gegner sehr ungern nach Wuppertal oder Solingen kommen. Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen."

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Ganz reduziert auf die beiden Bergischen Städte werden die Heimspiele allerdings nicht bleiben. Eine Partie möchte der Bergische HC in die Kölner Lanxess Arena verlegen. "Wir sind gerade dabei, die Details zu klären", sagt Geschäftsführer Jörg Föste. "Fest steht aber, dass bisher verkaufte Eintrittskarten auch dort ihre Gültigkeit behalten." Konkret handelt es sich bei der Partie um das Hinspiel gegen den VfL Gummersbach. Das Bergische Derby wird vom 11. auf den 12. Oktober verlegt und voraussichtlich um 15 Uhr beginnen. "Ich glaube an diesem Sonntag an eine große Invasion aus dem Bergischen." Die Vorzeichen stehen gut. "Es gibt keine Überschneidungen mit dem Fußball." 19.250 Zuschauer fasst die Halle bei einem Handballspiel. Ein volles Haus wäre freilich phänomenal. Ob der BHC den Heimvorteil damit nicht aus der Hand gebe ? "Wir haben gegen die Gummersbacher in der Unihalle und in der Klingenhalle verloren", antwortet Föste lässig. "Jetzt versuchen wir es eben in Köln."

Die Bilanz abseits des Feldes fällt bei den Löwen positiv aus. "Die Akzeptanz für den Bergischen HC wird immer größer", meint Marketing-Chef Philipp Tychy. 140 Partner unterstützen die Handballer, womit der Verein derzeit über einen Etat von 2,35 Millionen Euro verfüge. Auch beim Verkauf der Dauerkarten verzeichnen die Löwen eine Steigerung. "Wir haben 1344 abgesetzt, was 22 Prozent mehr sind als in der vergangenen Saison", sagt Jörg Föste. Mit Ausnahme der Partie in Köln setzen die Bergischen bei ihren Heimspielen auf ausverkaufte Hallen.

Auch sportlich sieht Alexander Oelze die Identifikation mit dem Club so stark, wie nie zuvor. "Ob wir nun aus Solingen oder Wuppertal kommen, wird gar nicht mehr diskutiert", meint der Spielmacher. "Wir sind gefordert", ergänzt Rückraumspieler Kristian Nippes. "Wenn wir Woche für Woche unsere Leistung bringen, werden wir den Verein in der Ersten Liga etablieren."

(trd)