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Bergischer HC: Aufatmen beim BHC und bei Viktor Szilágyi

Bergischer HC : Aufatmen beim BHC und bei Viktor Szilágyi

Die Nationalspieler des Bergischen HC sind fest in ihren Teams integriert, wie das Vier-Nationen-Turnier in Dortmund, Krefeld und Oberhausen gezeigt hat. Unantastbar aber ist nur der Löwen-Kapitän.

Wer sich in den vergangenen drei Jahren für den Bergischen HC interessiert hat, fühlte sich beim Vier-Länder-Turnier des Deutschen Handball Bundes (DHB) zu Hause. Nicht nur spielten mit Viktor Szilágyi, Maximilian Hermann, Richard Wöss und Björgvin Gustavsson vier aktuelle Spieler des Löwen-Kaders für ihre Nationalteams, sondern die ehemaligen BHC-Handballer Hendrik Pekeler und Runar Karason waren ebenfalls dabei. Während Karason für Island eine feste Größe im Rückraum ist, empfahl sich Pekeler für weitere Aufgaben. Der Kreisläufer hinterließ einen durchweg positiven Eindruck.

Aus BHC-Sicht stand freilich weniger die Deutsche Nationalmannschaft als das österreichische Team im Vordergrund. Richard Wöss durfte zum Auftakt gegen Deutschland zwar nicht mitspielen, doch Viktor Szilágyi ist der Schlüsselspieler beim EM-Außenseiter. Der BHC-Spielmacher fand im Prestige-Duell hervorragend in die Partie und schloss die ersten Angriffe in gewohnter Manier aus dem Rückraum ab. Nach seinem dritten Tor jedoch knickte der 35-Jährige um, blieb liegen und signalisierte, dass er sich schwerer verletzt haben könnte. Er musste sofort ausgewechselt und behandelt werden. Zwar versuchte es Szilágyi am Ende der ersten Halbzeit noch einmal, blieb nach Wiederanpfiff aber auf der Bank.

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Die Hoffnung, dass sich der BHC-Kapitän nicht so schwer verletzt haben könnte, lebte bereits zu diesem Zeitpunkt. Immer wieder stand der Österreicher auf und trieb sein Team an. Darunter befand sich im Übrigen auch Maximilian Hermann, der genau wie bei den Bergischen, im rechten Rückraum zum Einsatz kam. Einen Treffer trug der Linkshänder auf dem Weg zum etwas überraschenden 29:28-Erfolg bei. Den hielt Torhüter Nikola Marinovic nach dem Schlusspfiff fest, als er einen Siebenmeter gegen Uwe Gensheimer parierte.

Ähnlich dramatisch endete auch die Partie der Isländer gegen Team Russland. Björgvin Gustavsson stand in den Schlussminuten im Tor, als die Partie auf der Kippe stand. Der BHC-Keeper parierte 15 Sekunden vor dem Ende beim Spielstand von 34:34 einen Gegenstoß, um danach das Gehäuse zugunsten eines weiteren Feldspielers zu verlassen. Team Island traf mit dem Schlusspfiff zum Sieg.

Die Nationalspieler des BHC sind fest in ihren Teams integriert. Auch Richard Wöss spielte einen Tag später für die Österreicher gegen das isländische Team und war ein Mal erfolgreich. Doch letztlich müssen sich die Löwen-Handballer in den Nationalteams gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Unantastbar ist nur Viktor Szilágyi — eben genau wie beim Bergischen HC. Deshalb war die Sorge um seine Verletzung natürlich groß. Der Kapitän gab selbst Entwarnung: "Es ist nichts gebrochen. Jetzt müssen wir sehen, wie schnell wir die Schwellung rausbekommen". Beim Vier-Länder-Turnier lief der Spielmacher zur Sicherheit nicht mehr auf. Doch bei der Europameisterschaft, die am 12. Januar in Dänemark beginnt, will Szilágyi unbedingt dabei sein.

(trd)