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Bergischer Hc: 40 Liter Wasser während des Spiels verbraucht

Bergischer Hc : 40 Liter Wasser während des Spiels verbraucht

Pünktlich zur Abfahrt zur Hallentrainigseinheit vertrieb die Sonne die Wolken über dem Sporthotel Piberstein. Und direkt wurde es erneut brutal heiß, der mittägliche Regen, der immerhin eine Idee von Kühle und Frische mit sich gebracht hatte, war sofort vergessen. Christian Hoße konterte die Hitze, die die Luft massiv wie eine Wand werden lässt, mit trockenem Galgenhumor: "Ich hatte kurz überlegt, einen Pullover anzuziehen", flachste der Linksaußen des BHC.

Der Tag hatte mit einer Abkühlung begonnen, statt der üblichen zwei Runden über die etwa 2,7 Kilometer lange Distanz um den See, ging es in denselben. Regeneratives Schwimmen stand dabei auf dem Programm, die Spieler sollten die Muskulatur locker bekommen und das mit verschiedenen Schwimmstilen - etwa Rückenschwimmen für die Schultern - versuchen. Kreisläufer Max Weiß zeigte aber, dass er den durchaus kraftraubenden Stil Schmetterling trotz der Strapazen der vergangenen Tage auch beherrscht. Die Vormittagseinheit brachte dann Kraft- und Stabilisationsübungen mit sich.

Dann ging es am Nachmittag in die Halle, wo wieder mit dem Ball und vor allem mannschaftstaktisch gearbeitet wurde. Wie vor einer vernünftigen Handball-Einheit eigentlich üblich, gab es noch ein kleines Fußballspiel zum endgültigen Aufwärmen nach dem Warmlaufen. Trainer Sebastian Hinze stand dabei im Tor des einen Teams, Sebastian Büttner auf der anderen Seite. Und der junge Keeper durfte sich am Ende über den Sieg freuen, denn nach Toren von Mats Heyde, Nils Artmann (2) und Brian Gipperich stand es nach Gegentreffer von Björgvin Gustavsson und Hoße 4:2.

Im Anschluss vertiefte Hinze den handballtaktischen Teil, vor allem die Abwehr wurde mit verschiedenen Übungen geschult. Ständiges Verschieben sowie Heraustreten und Zweikämpfe führen erfordert schnelle Beine, Wille und Übersicht. Das Thermometer in der altehrwürdigen Halle in Köflach zeigte 30 Grad, immerhin kam durch zwei geöffnete Türen ein Hauch frischer Wind hinein. Um zu verdeutlichen, wie schweißtreibend die Handball-Arbeit in Österreich derzeit ist: Beim Testspiel gegen die HSG Bärnbach/Köflach verbrauchten die BHC-Spieler rund 40 Liter Wasser - das sind drei, dreineinhalb Liter pro Akteur.

Zum Abschluss der Trainingseinheit gab es dann noch Geschenke. Finanzstadtrat Hans Bernsteiner hatte für die komplette Mannschaft mit Trainer- und Betreuerstab große Badetücher und Rucksäcke besorgt, zudem wurde "schwarzes Gold" verteilt - steirisches Kürbiskernöl, damit die BHCler "ein Stück Steiermark mit nach Hause nehmen können", wie Bernsteiner, der sich dafür bedankte, dass der Bundesligist zum dritten Mal in Folge die kleine Gemeinde beehrte, meinte. Die Handtücher können die Handballer gegen den Schweiß gut brauchen - heute soll es noch heißer werden.

(ame)