Fußball : Bei Null anfangen

Der BSC Union Solingen, der Zusammenschluss aus BSC Aufderhöhe und der Junioren-Abteilung der Union, hat mit dem Ex-Profi Marcus Feinbier einen erfahrenen Koordinator für den Jugend-Leistungsbereich vorgestellt.

"Wir müssen schnellstens da wieder hinkommen, dass Kinder und Jugendliche unbedingt zur Union wollen", erklärt Marcus Feinbier, neuer Teamkoordinator des Leistungs-Jugendbereichs. Dass der ehemalige Bundesliga-Profi, der zuletzt sehr erfolgreich als Junioren-Trainer gearbeitet hat, von der Union und nicht vom BSC Union spricht, hat einen guten Grund.

"Wir befinden uns in diesen Tagen im Zwischenschritt zum BSC Union Solingen 1897", erklärt André Altmann. Erleichtert berichtet der kommissarische Vorsitzende des insolventen Ohligser Vereins, dass nach der jüngsten Gläubigerversammlung alle hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. "Der schwere Gang ist beendet. Jetzt können wir endlich bei Null anfangen und uns wieder ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren."

Die Namensrechte an der Union hat der BSC Aufderhöhe gekauft, deren Mitglieder in der vorigen Woche einer Umbenennung ihres Vereins bereits zugestimmt haben. "Wir haben das schwere Jahr überstanden und jetzt als BSC Union die Chance, in ruhiges Fahrwasser zu kommen", sagt Rüdiger Niederberger. Auch Daniel Esselborn, zuletzt Sportlicher Leiter der Union, wird den neuen Weg mitgehen. "Als erstes versuche ich, fit zu werden und wieder zu spielen. Und auch ohne Posten werde ich den Vorstand in allen Dingen unterstützen", erklärt Esselborn. Die sportliche Leitung der Senioren-Abteilung beim neuen BSC Union werden Ali Soysal und Erwin Scharpel übernehmen. Auch das sportliche Ziel ist ausgegeben, wie Rainer Busch erklärt: "Wir wollen in der kommenden Saison oben mitspielen. Der Aufstieg ist nicht Pflicht. Aber natürlich wollen wir schauen, dass wir schnellstmöglich aus der Kreisliga A herauskommen."

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Ziele hat sich auch Marcus Feinbier gesteckt, der in den vergangenen Tagen mit vielen Jugendlichen gesprochen hat, die den Verein verlassen werden. "Ich wollte die Gründe dafür erfahren. Jetzt habe ich mir ein Bild gemacht, jetzt können wir anfangen", sagt Feinbier. Ziel des BSC Union könne nur sein, die C-, B- und A-Junioren so schnell wie möglich wieder in die Niederrheinliga zu bringen. "Wir wollen allerdings nicht nur ausbilden, sondern später auch A-Jugendliche an die Erste Mannschaft heranführen." Hinsichtlich der in der vergangenen Saison arg dezimierten A-Jugend ist Besserung in Sicht. 14 bis 15 Spieler erwarten Feinbier und Trainer Tilo Klose zum Training. "Den einen oder anderen Spieler mit Niederrheinliga-Erfahrung werde ich mitbringen". Marcus Feinbier hofft auf eine schlagkräftige Truppe.

Hauptsponsor bleibt erhalten

Weiterhin im Boot, auch beim neuen BSC Union, ist Jugend-Hauptsponsor Zweibrüder Optoelectronics, wie Annabelle Schleder, die Leiterin der Marketing-Abteilung des Unternehmens erklärt: "Wir werden die sportliche Ausbildung der Kinder und Jugendlichen weiter unterstützen — von den Bambini bis zu den A-Junioren." Allerdings schließt Schleder einen Bereich aus: "Die Senioren-Teams werden wir nicht sponsern".

(RP/rl)