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Handball: Befreiungsschlag verpasst

Handball : Befreiungsschlag verpasst

Mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach wäre das Polster der SG Solingen BHC II auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Punkte angewachsen. Stattdessen verlor der Handball-Oberligist verdient mit 26:32.

Fleißig gepunktet hatten die Oberliga-Handballer der SG Solingen BHC II in den vergangenen Wochen. Sicherlich auch begünstigt durch die WM-Pause in den Bundesligen, wodurch Trainer Sven Hertzberg auf reichlich Unterstützung aus dem Zweitliga-Team des Bergischen HC hatte bauen können. Bei der 26:32-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach hingegen wirkten neben Sebastian Hinze lediglich Christian Hoße und Tim Henkel mit. Dabei wäre ein Sieg gegen den Tabellenfünften im Kampf um den Klassenerhalt eminent wichtig gewesen. Die Möglichkeit, den Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang auf vier Punkte zu vergrößern, wurde jedoch leichtfertig vergeben. Nicht ein einziges Mal lagen die Solinger in Führung, leisteten sich über die komplette Spielzeit Aussetzer und Schwächephasen. Schon zu Beginn fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft aus dem Rückraum, Tore fielen fast ausschließlich über den Kreis oder nach erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen.

Bis zur 21. Minute auf Tuchfühlung

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Der sonst so treffsichere Rückraumschütze Björn Wohlgemuth sah sich einer offensiven Sonderbehandlung durch die Borussia-Defensive ausgesetzt, scheiterte zudem bei den spärlichen Wurfgelegenheiten am aufmerksamen Gäste-Innenblock. Dieser gestattete auch den weiteren BHC-Rückraumakteuren kaum Freiräume. Selbst Löwen-Spielmacher Sebastian Hinze biss sich an Martin Kuhlen, Daniel Szymanski und Bennet Johnen die Zähne aus. Trotzdem blieben die Gastgeber bis zur 21. Minute auf Tuchfühlung. Innerhalb von nur drei Minuten nach einer BHC-Auszeit aber enteilten die Gäste mit vier Toren in Folge auf 16:12. In den verbleibenden Minuten bis zur Halbzeit kämpfte sich die BHC-Reserve wieder bis auf zwei Tore heran.

Genauso wie in den fünf Minuten vor der Halbzeit hätte sich Hertzberg das Auftreten seines Teams über die volle Distanz gewünscht. "Wir haben keine Einstellung zum Spiel gefunden, nur zwischendurch war es mal besser. Insgesamt war es zu wenig." Offensiv habe in allen Teilen zu viel gefehlt, bekannte Herzberg und stufte die Niederlage als verdient ein. Die Schiedsrichterleistung bezeichnete er als "i-Tüpfelchen auf unsere schlechte Leistung."

Im Defensivbereich machte Sven Hertzberg im zweiten Durchgang eine Verbesserung aus, doch die engagierte Spielweise hatte auch ein höheres Maß an Zeitstrafen zur Folge, wobei sich die Hausherren ein ums andere Mal benachteiligt fühlten. Die sich häufenden Überzahlsituationen nutzten die bieder, aber effektiv und zielstrebig spielenden Mönchengladbacher zu einer sicheren Führung, die sie bis zum Abpfiff auf sechs Tore ausbauten.

(RP)