American Football: Aus im Aufstiegskampf

American Football : Aus im Aufstiegskampf

Ohne eigenen Punktgewinn verlieren die Solingen Paladins bei den Gelsenkirchen Devils mit 0:14. Zu viele persönliche Fehler besiegeln in der Oberliga die zweite Saisonniederlage der American Footballer.

Der Auftritt der Cheerleader der American Footballer von den Solinger Paladins auf der Solingen Messe war am Samstag sehr gut verlaufen. Das anschließende Oberliga-Spiel der Mannschaft bei den Gelsenkirchen Devils hingegen weniger. Mit 0:14 musste die Mannschaft von Spielertrainer Jens Merten die Waffen strecken. Die zweite Saisonniederlage bedeutet gleichzeitig das Aus im Aufstiegskampf. "Ich glaube nicht, dass die Bochum Cadets noch irgendwo straucheln werden", sagt Merten und gibt vor den restlichen drei Saisonspielen die Devise aus: "Wir wollen jetzt den zweiten Platz sichern".

Schon die Vorbereitung auf das Duell mit den unangenehmen Devils war holprig verlaufen, weil auf der Sportanlage an der Braukämperstraße noch zwei Jugendspiele stattfanden. "Deshalb war unser Pre-Game schon gestört. Wir haben nicht die Bedingungen vorgefunden, die wir gewöhnt sind", hadert Merten. Beim Aufwärmen sei den Spielern schon anzumerken gewesen, dass diese unkonzentriert zu Werke gehen würden.

Touchdown nicht anerkannt

Trotz der angespannten personellen Situation – Merten musste immerhin vier Leistungsträger ersetzen – hätten die Solinger einen Start nach Maß in die Partie feiern können. Nach zwei Minuten hatten sich die Paladins an die Endzone der Gastgeber gespielt. Jens Merten überbrückte die kurze Distanz auch mit einem kurzen Lauf, doch die Referees verweigerten dem Touchdown die Anerkennung. "Angeblich war ein Block von uns nicht regelkonform", zweifelt Merten. Im weiteren Verlauf des ersten Viertels konnte kein Team Zählbares verbuchen.

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Im zweiten Durchgang leistete sich ausgerechnet der angeschlagen ins Spiel gegangene Dominik Dross einen folgenschweren Aussetzer. Der bisher beste Scorer vertändelte das Ei bei der Übergabe mit Merten in der eigenen Endzone. Ein Gelsenkirchener Verteidiger nutzte die Gelegenheit und sicherte das trudelnde Spielgerät. Durch dieses sogenannte Safety geriet der Tabellenzweite in Rückstand, den die Devils im dritten Viertel noch auf 8:0 ausbauten. "Wir haben die Köpfe aber nicht hängenlassen. In Köln haben wir schließlich auch einen 6:14-Rück-stand gedreht", berichtet Merten vom Widerstand seines Teams.

Es trat jedoch das Gegenteil ein. Ein missglückter Befreiungsschlag brachte das Heimteam tief in der Solinger Spielhälfte in Ballbesitz, den die Devils zum 14:0 ausnutzten. "Wir haben bestimmt sieben oder acht wichtige Bälle fallenlassen, sonst hätten wir vielleicht mit unserer guten Teamleistung gewonnen", ärgerte sich Merten und bemängelte die persönlichen Fehler.

(crb)