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Tennis: Auftakt mit der Nummer Eins

Tennis : Auftakt mit der Nummer Eins

Zu Hause gegen den Deutschen Meister Grün-Weiß Mannheim und auswärts bei Blau-Weiß Neuss startet der Solinger TC am Wochenende in seine zweite Erstliga-Saison. Beide Gegner wollen gegen die Widderter mit ihrer bestmöglichen Aufstellung antreten – und der STC spielt mit Dudi Sela.

Ungewohnt zuversichtlich gibt man sich beim Solinger TC vor dem morgigen Auftakt in der Tennis-Bundesliga. Der Vorsitzende Kurt-Reiner Witte ist überzeugt, „dass die Überraschung zu schaffen ist“. Und der neue Teamchef verspricht sich viel davon, dass in Widdert viele Spezialisten zusammengebracht worden sind, um das „Projekt Bundesliga“ erfolgreich mit den Klassenerhalt zu bewältigen. Seit Dienstag trainiert der Stamm der Mannschaft zusammen. Heute soll Alexander Flock dazu stoßen, der nach seinem Turniersieg im niederländischen Breda muskuläre Probleme auskuriert hat. „Die Stimmung ist gut, alle Spieler sind fit – Mannheim kann kommen“, sagt Robert Orlik voller Vorfreude.

Der Heimspiel-Modus: Aus organisatorischen Gründen werden nur noch zwei Matches parallel ausgetragen. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir keinen Zeitgewinn hatten“, erklärt Kurt-Reiner Witte. Bei der Regelung, nur noch auf zwei Plätzen zu spielen, könne der Zuschauer mehr vom Geschehen mitbekommen. Zudem wird das Spitzeneinzel – am Freitag Dudi Sela vermutlich gegen Janko Tipsarevic – immer erst frühestens zwei Stunden nach dem offiziellem Beginn ausgetragen.

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Die Doppel-Spezialisten: Michael Kohlmann bereitete sich in dieser Woche schon mit der Mannschaft auf den Saisonstart vor. Ob auch Robert Lindstedt am Wochenende zum STC-Aufgebot gehören wird, bleibt noch offen – obwohl der Schwede an der Seite von Kevin Anderson (Südafrika) vorgestern im Viertelfinale von Wimbledon gegen Daniel Nestor (Kanada) und Nenad Zimonijc (Serbien) mit 6:7 (5), 4:6, 7:6 (5) und 3:6 ausgeschieden war.

Verletzungen: Alle Spieler aus dem Kader des Solinger TC sind rechtzeitig fit geworden. Neuzugang Bastian Knittel war gerade erst nach seiner sechsmonatigen Verletzungspause wieder ins Turniergeschehen eingestiegen, als er sich eine Muskelfaserriss zuzog. „Das fünfte Turnier in Folge war wohl eins zu viel“, erklärt der Schwabe, der jetzt jedoch wieder voll belastbar sei. Gleiches gilt für Michael Kohlmann, der sich nach seiner Knie-Verletzung sogar wieder an Wimbledon herangetraut hat. „Es läuft von Match zu Match besser.“

Konditionstrainer: Neue Wege geht der Solinger Erstligist während der Saison, indem er Andrew Reed als Konditionstrainer mit ins Boot holte. „Er soll hier und da die letzten Kraftreserven der Spieler heraus kitzeln“, sagt Robert Orlik.

Parkplätze: Wie in den Vorjahren stehen den Besuchern zwei angrenzende Wiesen als Parkplätze zur Verfügung. Erstmals erhebt der Solinger TC eine Gebühr von zwei Euro pro Fahrzeug, um damit Sicherheitsmaßnahmen zu finanzieren.

Der Spielplan: Eigentlich wäre es Robert Orlik lieber gewesen, sein Team hätte gleich zu Saisonbeginn gegen Reutlingen und Krefeld, neben dem Solinger TC die ärgsten Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt, gespielt. Die Partien aber sind erst am fünften und sechsten Spieltag terminiert. „Dass wir vorher gegen den Deutschen Meister Mannheim und Vize-Meister Erfurt sowie den Rochusclub Düsseldorf ran müssen, macht die Sache nicht einfach.“ Orlik hofft auf das eine oder andere überraschende Erfolgserlebnis, das für ein ganz anderes Stärke-Gefühl sorgen könnte.

(RP)