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Fußball: Aufsteiger DITIB sieht sich gut für die Bezirksliga aufgestellt

Fußball : Aufsteiger DITIB sieht sich gut für die Bezirksliga aufgestellt

Trainer Necmettin Gül dünnt den Kader ein wenig aus, befindet sich aber auch noch in Gesprächen mit weiteren Spielern.

In der Fußball-Kreisliga A hat der SV DITIB das Geschehen dominiert. Mit 76 Punkten aus 30 Partien stieg das Team von Trainer Necmettin Gül eindrucksvoll in die Bezirksliga auf. Grundstein des Erfolgs war ohne Zweifel ein überragender Kader, den der Klub zusammengestellt hatte. Ganz so überlegen wird die Mannschaft in der bevorstehenden Bezirksliga-Saison aber wohl nicht sein. Der Kern des Teams bleibt, doch Gül hat auch einige Abgänge zu verzeichnen, während in Serkan Gürdere und Stefano Sinicropi nur zwei hochkarätige neue Spieler hinzukommen.

"Wir haben die Kaderplanungen noch nicht ganz abgeschlossen", berichtet Necmettin Gül. Mit zwei Fußballern befindet sich der Coach noch im Gespräch, doch zwei andere, die er gerne gehabt hätte, bleiben bei ihrem bisherigen Verein. Mehmet Karakus und Cihan Demirtas haben sich gegen einen Wechsel vom VfB Solingen zu DITIB entschieden. "So ist es eben, da kann man nichts machen", meint Gül. Umso zufriedener ist der Trainer mit der Verpflichtung von Gürdere und Sinicropi von der SG Vatanspor: "Die beiden werden unser Spiel nochmals verbessern." Außerdem sicherte sich der SVD die Dienste von Mohamed Taheri, der vom SC Sonnborn an den Weyersberg kommt.

Dennoch wird der Kader beim zuletzt breit aufstellten SV DITIB wohl ein wenig ausgedünnt. Gerade in der Abwehr verliert die Mannschaft einige Akteure: Denis Nawroth wechselt zum VfB, Dennis Kozlowski verlässt den Verein mit unbekanntem Ziel, und auch Burak Balim hört aus privaten Gründen auf.

Dazu plant Gül nicht mehr mit Yasar Kurt und Matthias Schorr. "Wichtig ist aber, dass eigentlich alle unsere Leistungsträger bleiben", meint der Coach. Die Torjäger Mario Papini und Davide Lo Martire werden genauso weiter auf dem Platz stehen wie Marcus Seidler und Jens Hülsen auf der Doppel-Sechs als auch Enes Erdurak in der Innenverteidigung.

"Mit dem Kader können wir uns in der Bezirksliga etablieren", ist sich Necmettin Gül sicher. "Und genau das ist unser Ziel. Es kann nicht darum gehen, direkt wieder aufzusteigen." Der Sprung in die Landesliga käme noch zu früh. "Dafür fehlt uns einfach der Unterbau. Wir müssen zusehen, dass wir uns in den kommenden Jahren insgesamt besser aufstellen. Es gilt, intern einige Hürden zu nehmen." Derzeit holt der Klub alle Spieler von außen hinzu. Aus der eigenen Jugend rückt niemand auf. "Langfristig wollen wir es auf jeden Fall schaffen, in die Landesliga zu kommen. Ich halte das für realistisch", meint Gül.

Die bevorstehende Bezirksliga-Saison wird aber eine besonders schwierige. Die Solinger Teilnehmer spielen nicht mehr in Gruppe II, sondern in der sogenannten Düsseldorfer Gruppe. "Das ist natürlich schon ein Hammer, weil es die stärkere Konkurrenz ist", meint der DITIB-Coach. Dass er Recht haben könnte, zeigt die Vergangenheit. Schon einmal mussten die Solinger Bezirksligisten in Gruppe I antreten und bekamen in der Breite erhebliche Probleme. "Ich bin mir trotzdem sicher, dass wir im Mittelfeld landen werden", erklärt Gül.

(RP)