Fußball: Aufholjagd wurde nicht belohnt

Fußball : Aufholjagd wurde nicht belohnt

Kein gutes Derby zwischen dem SSC 95/98 und dem VfB Solingen bekamen die Zuschauer am Schaberg geboten. Dafür aber fünf Treffer – wobei das Siegtor für die Baverter erst in der Schlussminute fiel.

Alles andere als gute äußere Bedingungen herrschten beim Derby am Schaberg. Heftige Windböen fegten über den kleinen Kunstrasenplatz und – mit Ausnahme der ersten zehn Minuten der Begegnung – starker Dauerregen machten das Fußballspielen alles andere als zu einem Vergnügen. Und das Zuschauen an der Bande auch nicht.

Dass sich so – trotz Derbys – kein gutes Spiel würde entwickeln können, war den Zuschauern am Schaberg bereits nach wenigen Minuten klar. Und so bestimmten viel Kampf und verbissen geführte Zweikämpfe die Partie, die sich überwiegend im dicht besetzten Mittelfeld abspielte. Erst in der 17. Minute setzte der VfB eine erste Duftmarke in Richtung Club-Tor: In Form eines Distanzschusses von Heiko Senyürek, der aber knapp sein Ziel verfehlte. Der Stürmer stand allerdings auch in der 25. Minute im Mittelpunkt, als Engin Uzun sich gegen ihn nur mit einem Foul im Strafraum behelfen konnte. Den Elfmeter versenkte Senyürek sicher.

Chancen zum Ausgleich

Vier Minuten nach der Führung des VfB vergaben die Gastgeber die einhundertprozentige Möglichkeit zum Ausgleich. Erst Jerome Lauer, dann Murat Topyildiz schafften es aber nicht, den Ball im leeren Kasten unterzubringen. Ganz anders die Baverter, die gleich ihre dritte Möglichkeit im Spiel zum zweiten Treffer nutzten. Erneut war es Senyürek, diesmal per Kopf, der Gregor Schatton keine Chance ließ.

In der Halbzeit reagierten beide Trainer – Ali Soysal (SSC 95/98) brachte Juan Mingolla für den überforderten Paul Pytlik, Denis Kampl stabilisierte die Abwehr durch die Hereinnahme von Dirk Sonntag (für Rossi Tilaro). Der Club drängte nun eine Spur engagierter auf den Anschlusstreffer. Der Lohn war das 1:2 in der 55. Minute. Nach einer Ecke stand Ben Ramuschat goldrichtig.

Der Club drängte nun vehement auf den Ausgleich und der VfB kam zu einigen guten Kontermöglichkeiten, die aber alle leichtfertig vergeben wurden. In der 72. Minute brachte Soysal mit David Respondek eine weitere Offensivkraft. Drei Minuten später kamen auf dem rutschigem Boden Sonntag und Topyildiz zu Fall. Der Unparteiische zeigte – nach leichtem Zögern – auf den Elfemterpunkt und Ramuschat besorgte sicher den Ausgleich.

Als sich alle bereits mit dem Unentschieden abgefunden hatten, kamen die Gäste in der Schlussminute noch einmal zu einer Ecke. Sonntag war mit dem Kopf zur Stelle und Schatton ohne Abwehrmöglichkeit – 3:2 für den VfB.

(RP)
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