Handball : Auf Trainersuche

Die Nachwuchshandballer des TSV Aufderhöhe haben sich in der A-Jugend hinter der SG Solingen BHC zur zweiten Kraft aufgeschwungen. Auch die Absage von Stefan Mittelsten Scheid tut der neuen Hochstimmung keinen Abbruch.

Mit dem Aufstieg in die A-Jugend-Oberliga hat der TSV Aufderhöhe das gesteckte Saisonziel vorzeitig erreicht. Der Gewinn des letzten Qualifikationsturniers in Solingen hatte erst den Einzug in die zweithöchste Spielklasse ermöglicht. „Das ist genau das richtige Niveau, auf dem sich die Mannschaft nun beweisen kann“, ist Abteilungsleiter Fabian Blasberg mit der Entwicklung sehr zufrieden. Während die Freude über das Erreichen groß war, wurde sie gleichzeitig wieder enorm gedämpft. Denn nach wie vor befinden sich die TSV-Verantwortlichen auf Trainersuche. Der Solinger Stefan Mittelsten Scheid war ein heißer Kandidat für den Posten gewesen, doch durch den Einzug des MTV Rheinwacht Dinslaken in die Regionalliga wird Mittelsten Scheid die Mannschaft vom Niederrhein weiterhin betreuen.

„Das ist für uns natürlich ganz bitter. Da haben wir große Hoffnungen gehabt, so einen erfahrenen Trainer verpflichten zu können.“ Das Paradoxe, wie es Blasberg nennt, sei die Tatsache, dass sich der TSV Aufderhöhe nur für die Oberliga qualifizieren konnte, weil zeitgleich die Dinslakener den Sprung in die Regionalliga geschafft haben. Mittelsten Scheid leistete seinem Solinger Verein somit Schützenhilfe, um dann Blasberg eine Absage erteilen zu müssen.

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Was bleibt, ist eine intakte Mannschaft, die Christian Tietz als Trainer in die Oberliga geführt hat. Zwar ist der Kader klein, doch die Truppe zeigte immer wieder beste Moral. In Marius Hück schloss sich bereits ein Spieler von der SG Solingen BHC an. Weitere Kandidaten warten noch, mit wem der Trainerposten besetzt wird. Fabian Blasberg führt unzählige Telefonate, um einen geeigneten Mann nach Aufderhöhe zu holen. „Doch zum jetzigen, späten Zeitpunkt sind alle Möglichkeiten dahin. Vielleicht können wir noch einen Glücksgriff tun.“

Im dritten Jahr seiner Amtszeit steht Blasberg wohl vor dem größten Problem, wenngleich es sportlich noch niemals besser ausgesehen hat. Die Erste Mannschaft darf sich große Hoffnungen auf eine vordere Platzierung in der Landesliga machen, und der Unterbau stimmt ebenfalls. „Wir können eigentlich sehr zufrieden sein. Noch glücklicher wäre ich allerdings, wenn ich diese eine Lücke schließen könnte“, gibt Blasberg zu.

(RP)