Handball: Attraktivität erhöhen

Handball: Attraktivität erhöhen

Der HSV Gräfrath steht vor einem Neustart im Männerbereich. In der kommenden Saison werden gestandene Handballer wie Max Ramota für neuen Schwung in der Mannschaft sorgen, die am vergangenen Spieltag zum Abstieg in die Kreisliga verurteilt wurde.

Die Talentschmiede des HSV Gräfrath boomt. Mit 15 Jugendteams startet die Nachwuchsabteilung voraussichtlich in die kommende Saison. Die Mädchen lockt die Aussicht auf eine Chance beim Aushängeschild des Vereins. Die Erste Mannschaft der Frauen spielt in der Dritten Liga und möchte mittelfristig aufsteigen. Die Jungs dürften im Moment kaum Grund haben, nach ihrer Zeit im Jugendbereich im Verein zu bleiben – zumindest nicht, wenn sie leistungsorientiert Handball spielen wollen. Deshalb haben sich die Verantwortlichen des HSV Gräfrath entschieden, den Männerbereich langfristig wieder attraktiver werden zu lassen.

Hauptinitiator der Aktion ist Stefan Bögel. Der Sportliche Leiter der HSV-Jugend hat sich mit Max Ramota zusammengesetzt und ein Konzept erarbeitet. Ramota wird das Kreisliga-Team mindestens drei Jahre sportlich unterstützen und damit als Zugpferd und Vorbild fungieren. Den ehemaligen Bundesliga-Profi in der Kreisliga zu sehen, ist sicher eine Besonderheit. "Mir gefällt die Aufbrauchstimmung hier in Gräfrath. Außerdem freue ich mich, gezielt zwei Mal in der Woche zu trainieren", sagt Ramota. "Mal schauen, wie hoch es geht."

Ein paarmal aufsteigen will der HSV mit der neuen Mannschaft in jedem Fall. "Es ist ein Neustart", meint Stefan Bögel. "Unser ältestes Team im männlichen Nachwuchs spielt jetzt im zweiten Jahr in der D-Jugend. Wenn diese Spieler in den Seniorenbereich kommen, müssen wir, auch was die Spielklasse betrifft, attraktiv für sie sein." Das Grundgerüst steht. Trainer Andreas Spitzer zieht sich aus dem Männerbereich zurück, Ralf Renninger wird übernehmen.

  • Tönisvorst : Lernen vom Handball-Profi Ramota

Trio kommt vom Ohligser TV II

Neben Ramota hat sich der Verein die Zusage weiterer hochkarätiger Spieler gesichert. David Nemitz und Martin Schwarz wechseln wie Max Ramota ebenfalls vom Ohligser TV nach Gräfrath. Passend zum Konzept spielen die Kinder der drei Handballer ohnehin im HSV-Nachwuchs. Außerdem hat Bögel aufgrund persönlicher Kontakte Christopher Kreft und Mathias Boese vom TV Emsdetten nach Solingen geholt. Die beiden Handballer haben sogar im Zweitliga-Aufgebot gestanden. Als Kapitän bleibt dem HSV Tim Lauers erhalten. Mit dem Rohbau der Mannschaft dürfte ein direkter Wiederaufstieg realisierbar sein. "Darum geht es natürlich auch. Wir arbeiten sicherlich leistungsorientiert", meint Stefan Bögel.

(trd)
Mehr von RP ONLINE