Tennis: Angenehme finanzielle Probleme

Tennis : Angenehme finanzielle Probleme

Sein Dauergrinsen bekommt Olaf Merkel kaum aus dem Gesicht. Wen wundert’s? Der HTC Blau-Weiß Krefeld ist die große Überraschung dieser Saison in der Tennis-Bundesliga. Nach vier Siegen (darunter der 4:2-Erfolg der Vorwoche gegen den Rochusclub Düsseldorf) und lediglich einer Niederlage gegen Blau-Weiß Halle beschäftigt sich der Teamchef sogar mit dem Gedanken, dass die als Abstiegskandidat angetretene Mannschaft vom Niederrhein Deutscher Meister werden kann. „Mein Traum wäre es, wenn wir am letzten Spieltag in Neuss nach dem letzten Ballwechsel mit dem Meisterpokal unter dem Arm auf dem Fahrrad nach Krefeld zurückfahren“, sagt Merkel und grinst.

Sein Dauergrinsen bekommt Olaf Merkel kaum aus dem Gesicht. Wen wundert’s ? Der HTC Blau-Weiß Krefeld ist die große Überraschung dieser Saison in der Tennis-Bundesliga. Nach vier Siegen (darunter der 4:2-Erfolg der Vorwoche gegen den Rochusclub Düsseldorf) und lediglich einer Niederlage gegen Blau-Weiß Halle beschäftigt sich der Teamchef sogar mit dem Gedanken, dass die als Abstiegskandidat angetretene Mannschaft vom Niederrhein Deutscher Meister werden kann. „Mein Traum wäre es, wenn wir am letzten Spieltag in Neuss nach dem letzten Ballwechsel mit dem Meisterpokal unter dem Arm auf dem Fahrrad nach Krefeld zurückfahren“, sagt Merkel und grinst.

So hat die heutige Begegnung des Solinger TC an der Hüttenallee zumindest aus Krefelder Sicht nicht mehr die vor dem Saisonstart erwartete Bedeutung. Während bei den Seidenstädtern der Abstieg kein Thema mehr ist, geht an diesem Doppelspieltag für die Widderter die Saison erst richtig los. Die großen Kracher sind abgearbeitet, ab jetzt geht der Kampf um den Klassenerhalt mit den vier Partien gegen Krefeld, Aachen, Nürnberg und Reutlingen erst richtig los.

Wie in Solingen verzichtet man in der Seidenstadt auf die großen Stars. Der Kader beginnt erst bei Weltranglisten-Position 176 (Paolo Lorenzi / Italien), alle anderen Stammspieler gehören nur zu den Top 300. Trotzdem stößt der Klub an seine finanziellen Grenzen. Da die Spieler Erfolgsprämien bekommen, wird der ohnehin dünne Etat stärker belastet als angenommen. „Trotzdem greifen wir an und wollen gewinnen“, sagt Blau-Weiß-Boss Hajo Ploenes.

Da sich die Mannschaft des Solinger TC abermals von selbst aufstellt, stehen die vier Einzel bereits fest. In den beiden Spitzenspielen treffen Lars Uebel (ATP 355) und Sascha Klör (773) auf Dennis van Scheppingen (Niederlande / 280), Maximo Gonzalez (Argentinien / 256). Clinton Thomson (511) und Marius Zay (686) bekommen es mit Diego Junqueira (Italien / 356) und Fred Hemmes (Niederlande / 366) zu tun. „Das sind alles machbare Aufgaben“, sagt ein zuversichtlicher STC-Trainer Karsten Saniter.

Gero Kretschmer hat zwar vorgestern versucht, das Training wieder aufzunehmen, es jedoch nach fünf Minuten mit Problemen im verletzten Knie wieder abgebrochen. Michael Kohlmann hat sich gestern noch einmal untersuchen lassen. „Es sieht gut aus“, weiß Karsten Saniter, der allerdings noch nicht mit einem Einsatz heute in Krefeld und am Sonntag im Heimspiel gegen Aachen rechnet. Wenn nichts dazwischen komme, ist der Daviscup-Spieler kommende Woche in Nürnberg wieder dabei.

Bei Dauerregen wird die Begegnung in der Tennishalle des TC Traar in Krefeld, Liesentorweg 17, verlegt.

(RP)
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