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Handball: An die Härte gewöhnt

Handball : An die Härte gewöhnt

Von seiner in der 2. Handball-Bundesliga gesammelten Erfahrung profitiert Kristian Nippes in der Junioren-Nationalmannschaft. Wie im Jugendteam trägt der 19-Jährige erneut die Kapitänsbinde.

Die Rückfahrt hatte Kristian Nippes schon nicht mehr mit den Teamkollegen des Bergischen HC bestritten. Von Bietigheim, wo der Handball-Zweitligist mit 30:36 verloren hatte, war der 19-Jährige gleich weiter nach Delitzsch gefahren, um dort zum zweiten Mal mit der Junioren-Nationalmannschaft einen Lehrgang zu bestreiten. Nach zwei Länderspielen gegen Polen hat ihn seit Donnerstagabend der Handball-Alltag bereits zurück, als sich Kristian Nippes schon wieder auf das Heimspiel gegen den TV Hüttenberg vorbereitete.

Wie haben Sie den Lehrgang körperlich verkraftet ?

Nippes Eigentlich ganz gut. Schließlich sind die Einheiten während der Saison nicht so anstrengend. Morgens und abends stand lediglich eine Einheit auf dem Programm. Da merkt man die Spiele an zwei aufeinander folgenden Tagen schon eher.

Sind Sie mit Ihren bisherigen Auftritten im Junioren-Nationalteam zufrieden ?

Nippes Ich denke, ich habe gezeigt, was ich kann — auch wenn ich im letzten Spiel gegen Polen einen kleinen Hänger hatte.

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Empfinden Sie es als eine Ehre, dass sie zu den sechs Spielern gehört haben, die bei beiden Maßnahmen dabei sein durften ?

Nippes Man kann sich einreden, diese Entscheidung als Motivation zu nehmen. Man spekuliert, ob man zu den Spielern gehört, die im verkleinerten Kader bleiben werden. Allerdings kann keiner einschätzen, wo nach der Trainerstab bei seiner Entscheidung gegangen ist.

Immerhin sind Sie der Kapitän . . .

Nippes Das war ich aber auch schon in der Jugend. Da der Junioren-Kader mannschaftlich nahezu identisch ist und lediglich die Trainer gewechselt haben, ist das nicht unbedingt etwas Besonderes.

Haben Sie in den Länderspielen gegen Tschechien und jetzt gegen Polen etwas von Ihrer Erfahrung aus der Zweiten Liga übertragen können ?

Nippes Auf jeden Fall. Man lernt unwahrscheinlich viel — vor allem, sich an die Härte und Intensität zu gewöhnen. Das kann man sich in der Ober- oder Regionalliga nicht aneignen. Diese Erfahrung zu haben, ist in der Nationalmannschaft von Vorteil, eher sogar eine Pflicht. Es wird erwartet, dass man sich durchsetzt.

Und wie sieht es mit dem Durchsetzen beim Bergischen HC aus ?

Nippes Ich denke, dass ich es schaffen werde. Und ich bin zuversichtlich, dass es mir auf Dauer nicht nur auf Rechtsaußen, sondern auch auf meiner angestammten Position im rechten Rückraum gelingen kann.

Im Spiel gegen Eisenach haben Sie dort die Chance bekommen.

Nippes Aber nur, weil Jiri Vitek nicht spielen durfte. Ich bin geduldig und warte einfach ab, wann die nächste Chance kommt.

Guido Radtke führte das Gespräch

(RP)