Baseball: Alligators erreichen ihr Minimalziel

Baseball : Alligators erreichen ihr Minimalziel

Durchwachsen verlief der Auftakt in die Bundesliga-Playoffs für die Solinger Baseballer. Bei den Haar Disciples retteten die Alligators einen 10:9-Sieg in der ersten Partie, spielten danach aber schwach und kassierten eine bittere 3:7-Schlappe.

Es war nicht der Tag des Harry Glynne. Der Werfer der Solingen Alligators wurde im ersten Spiel bei den Haar Disciples mehrere Male übel von der starken Münchener Offensive erwischt. Ein Gegenpunkt im ersten Durchgang, vier im dritten sowie weitere vier im sechsten genügen nicht den Ansprüchen des eigentlich so souveränen Solinger Pitchers. "Er hat seine Würfe leider nicht da platziert, wo er es wollte", erläutert Trainer Norman Eberhardt. "Dass das von einer Mannschaft wie den Haar Disciples bestraft wird, ist fast klar."

Trotzdem schlugen die Alligators im ersten Spiel des Playoff-Viertelfinals zurück. Genauso effektiv wie der Kontrahent agierten auch die Solinger am Schlag. Die Gäste holten 1:5- und 7:9-Rückstände auf, um die Begegnung trotz allem zu gewinnen. Dustin Hughes, Robin Drache, Moritz Buttgereit, Tanner Leighton, Daniel Sanchez und Wayne Ough lieferten die entscheidenden Treffer bei der Aufholjagd. Den Sieg bringenden Zähler zum 10:9 im letzten Durchgang schlug Ough herein, nachdem Sanchez die Kugel so weit ins Außenfeld befördert hatte, dass er gleich die dritte Base erlaufen konnte.

Die Alligators retteten sich also mit einem blauen Auge aus der Partie. André Hughes war dabei der Held des Tages. Während des sechsten Abschnitts übernahm er für Harry Glynne auf dem Wurfhügel und stoppte die Disciples-Schlagleute fortan. Der Solinger Pitcher kassierte einen Treffer, warf sechs Strike-outs und holte sich damit auch den verdienten statistischen Sieg. "Es war so ein Spiel, das wir in der vergangenen Saison nicht gewonnen hätten", meint Eberhardt. "Weil uns ein starker Pitcher hinter unserem Startwerfer gefehlt hätte. In dieser Saison haben wir immer einen guten dahinter, was uns jetzt den Sieg gebracht hat." Dazu kommt freilich eine ordentliche offensive Vorstellung.

Die konnten die Alligators im zweiten Spiel nicht mehr aus dem Hut zaubern. Zum einen fehlten Dominik Wulf (Muskelfaserriss) und Moritz Buttgereit (Knieverletzung). Zum anderen stand Gabriel Sandersius für die Münchener auf dem Mound - und die Solinger kassierten insgesamt 14 Strike-outs. "Es soll seine beste Saisonleistung gewesen sein", meint Norman Eberhardt. Drei Punkte gelangen den Alligators trotzdem. Dustin Hughes besorgte die 1:0-Führung, Florian Götze verkürzte spät im Spiel auf 3:4. "Wenn wir die Chance haben wollen, dass drei Punkte zum Sieg reichen, müssen wir defensiv aber besser spielen", sagt der Coach. Tatsächlich präsentierten sich die Solinger in diesem Bereich extrem schwach. Alleine vier Fehler tauchen statistisch auf. Dazu kommen zahlreiche Spielzüge, die einfach schlecht ausgeführt waren.

(trd)