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Baseball: Alligators bleiben mit Glück im europäischen A-Pool

Baseball : Alligators bleiben mit Glück im europäischen A-Pool

Nach erschreckend schwacher Leistung gegen Kotlarka Prag waren die Solinger Baseballer auf Schützenhilfe angewiesen.

Vier gute Vorstellungen hatten die Solingen Alligators beim Europacup in Hoofddorp gezeigt. Doch nur ein Sieg war dabei herausgesprungen. Unbedingt mussten die Bundesliga-Baseballer ihre letzte Partie gegen Kotlarka Prag gewinnen, um für den Deutschen Baseball Verband (DBV) den Startplatz im europäischen A-Pool zu verteidigen. "Der Plan war, die Begegnung so anzugehen, als sei es Spiel fünf um die Deutsche Meisterschaft", sagt Trainer Norman Eberhardt. Tatsächlich aber zeigten die Alligators ihre mit Abstand schwächste Leistung des gesamten Turniers.

"Ich kann es mir nicht erklären", hadert der Coach. "Es fehlte jedwede Intensität. Außerdem hat der eine oder andere das Spiel wohl nicht so ernst genommen." Gegen Kotlarka-Werfer Marek Cervenka ist den Alligators wenig gelungen. Und wenn die Mannschaft eine Chance hatte, wurde sie recht kläglich vergeben. "Ich sage immer wieder das Gleiche. Wir müssen gegen gute Pitcher in der Lage sein, etwas zu verändern, und nicht einfach wild auf den Ball schlagen. Da nehme ich es dann auch ein stückweit persönlich, wenn dies konsequent ignoriert wird." Immer wieder schwangen die Solinger in einfache Flug-Aus und halfen den Pragern damit durch das Spiel.

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Umgedreht warf Harry Glynne zwar ordentlich für die Alligators, doch der Gegner stellte sich cleverer an, wenn es darum ging, Punkte zu erzielen. Zwei Zähler im vierten, einer im fünften Durchgang bescherten den Tschechen einen 3:0-Vorsprung. Die Solinger verkürzten im achten Inning - und verantwortlich waren die Spieler, die auch in dieser durchwachsenen Partie eine ordentliche Leistung gezeigt haben. Ein weiter Schlag von Moritz Buttgereit eröffnete den Durchgang. Tanner Leighton blieb geduldig und erhielt den Freilauf auf die erste Base, weil der gegnerische Pitcher Kontrollprobleme bekam. Daniel Sanchez schlug seine beiden Mitspieler zum 2:3 nach Hause. Das war gleichzeitig auch der Endstand, weil der Truppe im letzten Abschnitt nichts mehr gelang.

Dass die Niederlage ohne ernsthaftere Folgen blieb, hatten die Alligators den Hooftddorp Pioniers zu verdanken. Weil die Niederländer ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen Nettuno B.C. doch noch knapp gewannen, beendeten die Solinger das Turnier auf dem vierten Platz. Sowohl Kotlarka Prag, Nettuno B.C. und die Alligators haben eine Bilanz von einem Sieg und vier Niederlagen. In den Partien untereinander haben die Bergischen bessere Ergebnisse erzielt, so dass sie höher eingestuft werden. Damit bleibt dem DBV der Platz im A-Pool erhalten - wenn auch mit viel Glück.

(trd)