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Fußball: Alles klar fürs Saisonfinale

Fußball : Alles klar fürs Saisonfinale

Aus einem 1:3-Rückstand macht der BSC Aufderhöhe in Leichlingen noch einen 4:3-Sieg und kann damit am letzten Spieltag den Verbleib in der Fußball-Bezirksliga noch schaffen. Auch der VfB Solingen darf weiter träumen – und zwar vom Aufstieg. Er gewann gegen Linde mit 5:2.

Jetzt ist es angerichtet: Ein so spannendes Saisonfinale mit der Beteiligung von Solinger Mannschaften hat es in der Fußball-Bezirksliga schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Während der VfB Solingen am letzten Spieltag, also kommenden Sonntag, im Fernduell mit dem HSV Langenfeld um den Meistertitel kämpft, will der BSC Aufderhöhe nach seinem furiosen 4:3-Sieg gestern in Leichlingen noch die Klasse halten.

Jubel und (vorläufige) Erleichterung gestern an der Balker Aue: Der BSC gewinnt trotz eines 1:3-Rückstandes beim SC Leichlingen mit 4:3 – und weil der TSV Gruiten gegen Monheim verloren hat, werden sich diese beiden Mannschaften nun ein garantiert nervenaufreibendes Saisonfinale liefern. Zwar hat Aufderhöhe als Drittletzter weiterhin die schlechteren Karten, doch ein Punktverlust der Gruitener gegen den Solinger SC 95/98 würde den BSC bei einem gleichzeitigen Sieg Aufderhöhes gegen den Tabellenletzten Haan retten.

Wohlwissend, dass sie dieses Szenario erzwingen könnten, waren die Aufderhöher gestern in das Spiel gegen Leichlingen gegangen. Und schon nach 30 Sekunden erzielte Tim Sprenger das 1:0 für die Solinger. Ein perfekter Start, dem grauenvolle Augenblicke folgen sollten. Denn Leichlingen merkte man das Bemühen mehr und mehr an, sich nicht von irgend jemandem den Vorwurf gefallen lassen zu müssen, man habe nicht alles gegeben – „sportlich fair sein“, wie es SCL-Trainer Frank Kremer nannte. Die Gastgeber kauften Aufderhöhe somit gehörig den Schneid ab. Michael Mollek, Dario Paradiso mit einem 25 Meter-Freistoß und Daniel Babic brachten den SC mit ihren Treffern in der 26., 38. und 57. Minute mit 3:1 in Führung. Die Beerdigung des BSC schien besiegelt.

Gökhan Türkhan schaffte in der 63. Minute den 2:3-Anschlusstreffer – und urplötzlich war wieder Leben drin im Spiel des bis dahin arg enttäuschenden BSC. Die Spieler waren bissig, glaubten wieder an ihr Schicksal. Türkhan machte tatsächlich das 3:3 (68.), beide Mannschaften hatten im Anschluss hochkarätige Chancen. Eine davon nutzte Agon Balay. In der 89. Minute war er zur Stelle. Da wussten sie beim BSC schon alle, von der Niederlage Gruitens, dessen Trainer André Lapatke kurioserweise lieber das Spiel des BSC statt der eigenen Mannschaft in Monheim verfolgte und nach eigenen Angaben während der 90 Spielminuten „um zehn Jahre gealtert“ ist.

Zwei Platzverweise

In der Schlussphase entschied sich der schnell mit Karten hantierende Schiedsrichter noch für zwei Feldverweise. Aufderhöhes eingewechselter Florian Rödder sah nach einem Foulspiel Rot (84.), René Kosok auf Seiten der Leichlinger bekam in der Schlussminute die Ampelkarte gezeigt, weil er gemeckert hatte.

(RP)