Fußball : Alle haben noch Ziele

Während der SSC 95/98 und vor allem der BSC Aufderhöhe in der Fußball-Bezirksliga weiterhin eine gute Rolle spielen wollen, hofft die Britannia auf Schadensbegrenzung. Der VfB möchte nicht zur grauen Maus verkommen.

Zwei Flops, zwei Tops: Die bisherige Spielzeit in der Fußball-Bezirksliga, in der mit dem SSC 95/98, BSC Aufderhöhe, VfB und FC Britannia gleich vier Mannschaften aus der Klingenstadt auf Punktejagd gehen, verlief aus Solinger Sicht ausgeglichen. Während die Aufderhöher und der SSC in der ersten Saisonhälfte sehr häufig für allseits frohe Gesichter sorgten, war ob der Leistungen der Britannia und des VfB oftmals Trübsalblasen angesagt. Wo soll das hinführen im neuen Jahr?

Der SSC 95/98 hat mit seinem aktuellen fünften Tabellenplatz für die bisher schönste Überraschung gesorgt. Zwar rangiert der BSC noch weiter vorn, aber vom letztjährigen Fastabsteiger SSC war mit einem solch guten Abschneiden wie jetzt zur Winterpause nun gar nicht zu rechnen. So sieht es auch Trainer Ali Soysal: „Wir wollten in erster Linie vermeiden, gegen den Abstieg spielen zu müssen. Dass uns das so gut gelingt, ist natürlich sehr erfreulich“. Er wünscht sich für die Rückrunde, dass sein Team weiterhin so konstant agiert. Dann wird es sicher auch wieder zu unerwarteten Siegen kommen wie im letzten Spiel 2006 beim 1:0-Erfolg in Monheim.

Der BSC Aufderhöhe hat noch weit höhere Ziele. Platz eins soll am Ende herausspringen. Dafür muss der aktuelle Zweite den Primus Richrath einfangen. Derzeit trennen beiden Mannschaften fünf Punkte, aber das ist nicht sonderlich viel angesichts der ersten Begegnungen nach der Winterpause. Was für einen BSC auf Platz eins spricht? Das Potenzial, die enorm gewachsene Kameradschaft, die Beseitigung aller Unstimmigkeiten mit dem Vorstand und der vorhandene unbedingte Wille – was nicht zuletzt anhand der sieben Siege in Folge zum Abschluss der Hinserie zu belegen ist.

Britannia mit Roter Laterne

Apropos unbedingter Wille: Ob dieser den FC Britannia noch vor dem Abstieg bewahrt, ist mehr als fraglich. Tabellenletzter mit nur drei Punkten – für Trainer Karl Plavic zwar kein Grund, vorzeitig aufzugeben („Wir werden alles versuchen“), aber realistisch betrachtet weiß der Coach: „Wir sammeln in erster Linie Erfahrung“. Die soll dem gebeutelten Bezirksligisten helfen, nach dem fast schon besiegelten Niedergang sofort den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.

Mit diesem Thema muss sich der VfB Solingen zwar nicht befassen, aber dafür, dass Spielertrainer Denis Kampl mit seiner Truppe gern zu den Topteams zählen würde, ist die bisherige Ausbeute mit Platz zehn mehr als dürftig. Nach unten geht nichts, nach oben aber auch nicht mehr – wenn es nach den Waldern geht, könnte die Saison bereits zu Ende sein. Gut, dass sie’s nicht ist, denn es wird noch sehr spannend werden. Zumindest dem SSC und BSC sei Dank.

(RP)