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Handball: Agieren heißt nicht Gewinnen

Handball : Agieren heißt nicht Gewinnen

Nicht gut auf die Unparteiischen zu sprechen war Raimo Wilde. „Wir wollte das Wohnzimmer der HSG Düsseldorf durcheinander bringen. Das ist uns in der Anfangsphase auch gut gelungen“, sagte der Trainer des Bergischen HC. „Nur leider waren da auch die Schiedsrichter etwas durcheinander.“ Wilde kritisierte, dass jede zweifelhafte Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber ausgefallen sei.

Aufgrund der strittigen Entscheidungen von Jochen Fischer und Matthias Hetzel aber habe der BHC nicht verloren. „Am Ende hat uns die Kraft gefehlt, um die Partie noch drehen zu können. Vier Tage nach der anstrengenden Begegnung bei der SG Wallau/Massenheim (22:22) war das Konditions-Akku nicht voll genug, um die 3:2:1-Deckung über 60 Minuten effektiv spielen zu können. „Das Stören der von Jens Sieberger eingeleiteten Übergänge hat viel Kraft gekostet“, begründete Raimo Wilde den Einbruch Mitte der zweiten Halbzeit.

In dieser Phase zückte Raimo Wilde dann auch seinen Joker: „Mathias Fuchs war die letzte Variante, die ich hatte.“ Nach vierwöchiger Verletzungspause – der Spielmacher war am Sprunggelenk operiert worden – gab er sein Comeback, um ab der 46. Minute auf der Spitze zu decken. Wildes Rezept ging allerdings nicht auf: „Agieren heißt eben leider nicht, automatisch gewinnen“.

Entscheidende Kleinigkeiten

Wildes Trainerkollege Georgi Sviridenko hat die eigenen Probleme und Unsicherheiten in der ersten Halbzeit auch registriert. „Das wir diese hatten, spricht für den BHC. Der war ein ganz anderes Kaliber als zuletzt die TSG Münster.“ Am Ende haben die Kleinigkeiten entschieden – so wie die Bewegung ohne Ball, die dem Düsseldorfer Coach viel Spaß gemacht haben.“

(RP)