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Leichtathletik: Änderungen geplant

Leichtathletik : Änderungen geplant

Aufgrund der kontinuierlich zurückgehenden Teilnehmerzahlen beim anspruchsvollen „Müngstener Brückenlauf“ besteht Handlungsbedarf. Hans-Jürgen Reuter schwebt als Neuerung eine Rundstrecke vor.

Vor gut fünf Jahren hatten noch weit mehr als 150 aktive Sportler den Weg zum Schaberg gefunden, um am „Müngstener Brückenlauf“ teilzunehmen. An diesem Wochenende waren es weit weniger. „Das Interesse ist insgesamt ziemlich rückläufig“, bedauert Hans-Jürgen Reuter, Langlaufwart des Solinger LC (SLC). Knapp 100 Läufer meldeten sich zur 35. Auflage an.

Reuter ist sich bewusst, dass die gut zehn Kilometer lange Wendestrecke, die beginnend am Sportplatz Schaberg durch die Wupperberge und vorbei an der Müngstener Brücke und zurück verläuft, sehr anspruchsvoll ist. „Es geht dauernd rauf und runter, da sind schon einige Höhenmeter drin“, erklärt er. Dennoch kamen Läufer aus der ganzen Umgebung, um sich der Herausforderung zu stellen. „Es kommen aktive Läufer, auch aus der Solinger Läuferszene, aber auch einige Hobby-Sportler“, beobachtet Reuter. Zudem gingen Schüler- und Jugendliche an den Start. Je nach Altersklasse betrug bei den Nachwuchsläufern die Streckenlänge zwischen 1500 und 5750 Metern. Jeder Teilnehmer wurde mit einer Urkunde belohnt.

Für das kommende Jahr plant Hans-Jürgen Reuter Änderungen im Programm des Brückenlaufs. Dann sollen auch wieder deutlich mehr Läufer an der Veranstaltung teilnehmen. „Mir schwebt eine Rundstrecke vor, die dann unterhalb der Müngstener Brücke beginnt. Aber das ist noch Zukunftsmusik“, so der Langlaufwart. Die Strecke soll sogar länger ausfallen, damit sich auch der eine oder andere Marathon-Läufer am Wettbewerb beteiligt.

Bärbel Berghaus läuft gerne lange Strecken. Am Brückenlauf nimmt die Solingerin trotzdem so oft wie möglich teil. Zuletzt war sie vor drei Jahren am Schaberg an den Start gegangen. Am Samstag schrieb sie sich wieder für die zehn Kilometer ein. „Es macht mir selbstverständlich großen Spaß, auch wenn die Wendestrecke ziemlich schwierig ist“, erzählt die 68-Jährige Läuferin des Solinger LC. Erst im Alter von 50 Jahren hatte sie mit dem Laufen im Verein begonnen. Ihre beiden Söhne haben sie damals zum aktiven Sport in den SLC gelockt. Inzwischen trainiert die Rentnerin fünf Mal die Woche und beteiligt sich an nationalen und internationalen Wettbewerben.

Remscheider dominieren

Das Siegertreppchen bestiegen nach Laufende ausschließlich Läufer aus Remscheider Vereinen. Den ersten Platz belegte Daniel Schmidt (TV Lüttringhausen). Sein Vereinskollege Sascha Velten landete auf Rang zwei. Günter Trust ist zwar Solinger, ging aber für den VfB Remscheid an den Start. Trust hatte die 10 000 Meter in der drittbesten Zeit absolviert. Siegerin der Damen war Catrin Unshelm. Bester Solinger Läufer war Manuel Schröer. Der Hochsprung-Spezialist des SLC holte den vierten Platz.

(RP)