Handball: 60 Minuten konstant gut verteidigt

Handball : 60 Minuten konstant gut verteidigt

Ahlener SG – Bergischer HC 21:32 (12:16). Beide Trainer gaben kaum noch Anweisungen. Norbert Gregorz war sichtlich zufrieden, weil er sich angesichts der guten Abwehrleistung seiner Mannschaft entspannt zurücklehnen konnte. Diethard von Boenigk war frustriert, weil sein Team in der zweiten Halbzeit nur vereinzelt durch Einzelaktionen zum Torerfolg kam. Souverän gewann Handball-Zweitligist Bergischer HC sein Testspiel gegen die Ahlener SG mit 32:21.

Die guten Leistungen in der Vorbereitung sind ein Novum beim Bergischen HC und dem Vorgänger-Verein SG Solingen. Seit dem Abstieg vor fünf Jahren waren sowohl die Testspiele als auch der Saisonauftakt immer nur durchwachsen gewesen. In diesem Sommer steigt die Formkurve von Spiel zu Spiel nach oben. „Das war das erste Mal, das wir 60 Minuten lang so gut verteidigt haben“, bilanzierte BHC-Coach Norbert Gregorz zufrieden. Tatsächlich waren die Löwen derart flott auf den Beinen, dass sich der ambitionierte Nord-Zweitligist entweder im Innenblock fest rannte oder die Anspiele an den Kreis in den Händen des Gegners landeten. Die intensive Arbeit im Training an der offensiven 3:2:1-Abwehr zeigt Wirkung. „Diese Variante wird in jedem Fall erste Wahl bleiben.“ Nun könne Norbert Gregorz langsam damit beginnen, mit seinem Team an dem 6:0-Deckungssystem zu feilen.

In Ahlen nahm Norbert Gregorz erst in der zweiten Halbzeit den ersten Wechsel durch. Die Start-Sieben mit Mathias Fuchs, Christoph Krosch, Elvir Selmanovic, Jiri Vitek, Jens Reinarz, Simon Kluge und Keeper Stefan Nippes warfen in den ersten 30 Minuten einen Vier-Tore-Vorsprung heraus. Auffällig gut funktionierten die Anspiele an den Kreis sowie das Einbinden der beiden Außen. Im zweiten Abschnitt setzte der Trainer erst einmal nur auf einen neuen Innenblock. Der stand in der Abwehr noch kompakter als in der ersten Hälfte, so dass nun die Mehrzahl der Tore aus variantenreichen Tempogegenstößen resultierten.

Nur ein Kritikpunkt

Einziger Kritikpunkt war die Chancenverwertung. „Die ist nur eine Frage der Konzentration“, sagt Norbert Gregorz, um gleich seine Spieler in Schutz zu nehmen: „Das die angesichts der harten Vorbereitung nicht immer da ist, ist zu entschuldigen.“ Bestes Beispiel sei für ihn Sebastian Hinze. „Wann verwirft er schon einmal zwei Tempogegenstöße in Folge ?“

Nächstes Testspiel: ASV Hamm – Bergischer HC (Dienstag, 18.30 Uhr, Karl-Koßmann-Straße).

(RP)
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