Spielplätze unter die Lupe

Solingen : Spielplätze unter die Lupe

Alle 176 Spiel- und Bolzplätze der Stadt werden untersucht. Politik und Stadtverwaltung arbeiten an einem Konzept, das im kommenden Frühjahr vorgestellt werden soll. Ziel soll sein, die Qualität der Plätze zu verbessern.

Politik und Stadtverwaltung arbeiten an einem Spielplatzkonzept, das im kommenden Frühjahr vorgestellt werden soll.

Was verbirgt sich hinter dem Spielplatzkonzept, das die Stadt gerade erarbeitet? Das Konzept wird erstellt, um das Spielplatzangebot in der Stadt dauerhaft und wirtschaftlich sicher zu stellen. Dabei wird der Bedarf eines jeden Spielplatzes überprüft, und gegebenenfalls werden die Spielplätze neu geordnet. Es beinhaltet eine Spielflächenbedarfsplanung und einen Spielflächenentwicklungsplan. Ziel ist es dabei, die Qualität zu verbessern. Dabei wird geprüft, ob die Plätze ausreichend groß, ob sie an den richtigen Stellen angesiedelt und gut ausgestattet sind.

Wird so ein Konzept erstmals erstellt? Es wird zum ersten Mal ein Gesamtkonzept aus Spielflächenbedarfsplanung und Spielflächenentwicklungsplanung erstellt. Der Ist- und Soll-Zustand der Solinger Spielplätze wird dabei abgeglichen. 2002 wurde im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans bereits ein Bedarfsplan erstellt. Dieser wird jetzt als Grundlage für einen Spielflächenentwicklungsplan neu aufgelegt.

Wie viele Spielplätze gibt es insgesamt in der Stadt, in welchen Kategorien? Aktuell gibt es 176 aktive Spiel- und Bolzplätze in Solingen, die sich wie folgt aufteilen: Sechs in der Kategorie A (zentrale Versorgungsfunktion für einen Ort oder Ortsteil, für alle Altersgruppen), 20 in der Kategorie B (Versorgungsfunktion für einen Wohnbereich, für Kinder), 22 in der Kategorie B/C, 97 in der Kategorie C (Versorgungsfunktion für einen Wohnblock oder eine Hausgruppe, für kleinere Kinder) und 31 in der Kategorie BP (Bolzplätze inklusive Skateanlagen).

Ist geplant, nach Fertigstellung des Konzeptes weiter auszubauen? Im Rahmen von Neubaugebieten mit Bebauungsplan-Festsetzung wird es auch weiterhin neue Spielplätze geben. Ob noch weitere Spielplätze hinzukommen, wird das Ergebnis des Spielplatzkonzepts zeigen.

Wie viel Geld ist für Reparaturen und Neuanschaffungen vorhanden? Die Kosten für mögliche Reparaturen werden durch die Unterhaltung abgedeckt. Hier stehen jährlich insgesamt 790.000 Euro zur Verfügung, die allerdings nicht nur für Reparaturen, sondern insbesondere für Kontrollen der Verkehrssicherheit, Sandwechsel und andere Dinge verwendet werden. Für die Ersatzbeschaffungen von nicht mehr zu reparierenden Spielgeräten stehen jährlich 110.000 Euro zur Verfügung.

Warum soll der Schulhof der Schule Bünkenberg auch für Kinder unter sechs Jahren geöffnet werden? Aufgrund einer Bürgeranfrage zu den fehlenden Spielplätzen in Widdert wird eine kurzfristige Lösung gesucht. Da im Bereich Widdert keine geeigneten Flächen für Spielplätze zur Verfügung stehen, ist eine Überlegung, den Schulhof zu öffnen und mit weiteren Spielangeboten ausstatten. Dies sind jedoch Überlegungen, die noch verwaltungsintern abgestimmt werden.

Sind die Schulhöfe grundsätzlich als Spielplätze nutzbar? Die meisten Solinger Schulhöfe sind als Spielplätze nutzbar. Die Benutzungszeiten sind durch Schilder auf den jeweiligen Schulhöfen ausgewiesen.

An den Spielplätzen wurden Befragungen durchgeführt. Fließen die Ergebnisse ins Konzept ein? Da der Spielplatz Hasseldelle und der Bolzplatz an der Zietenstraße/Allgäustraße dieses oder nächstes Jahr saniert werden, wurde dort eine Kinderbeteiligung durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bei der Umgestaltung der Plätze berücksichtigt. Auch in Zukunft sollen die Kinder und Jugendlichen bei der Erstellung beziehungsweise Sanierung ihrer Spielplätze beteiligt werden.

Hotline Bei Vandalismusschäden auf den Solinger Spielplätzen, zerstörten Spielgeräten oder Verschmutzungen können sich Bürger an die Stadtverwaltung wenden unter Telefon 0212/290-21 57 oder 290-48 20.

(RP)