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Sperrung in Solingen: Funkmast droht auf Bahnstrecke der S1 zu kippen

Sperrung zwischen Solingen und Hilden : Funkmast droht auf Bahnstrecke zu kippen

Die S-Bahn 1 zwischen Solingen und Hilden kann eine Woche nicht fahren, da nun weitere Unwetterschäden aufgetreten sind. Erst nach und nach werden alle Folgen der Naturkatastrophe von Mitte Juli sichtbar.

Fast drei Wochen nachdem das Tief „Bernd“ mit großflächigen Überschwemmungen auch im Bergischen Land Schäden in Millionenhöhe verursacht hat, sind die Folgen des Jahrhundert-Hochwassers von Mitte Juli immer noch weithin sichtbar – und sorgen nun ihrerseits für teilweise heftige Beeinträchtigungen des Alltags.

So hat die Deutsche Bahn AG am zurückliegenden Wochenende die Strecke der S-Bahn 1 zwischen Solingen und Hilden für mindestens eine Woche gesperrt, da ein Funkmast an den Gleisen im Bereich des Bahn-Haltepunkts Vogelpark umzukippen droht.

Dies bedeutet, dass der S-Bahn-Verkehr Richtung Düsseldorf bis auf Weiteres unterbrochen ist und die Pendler voraussichtlich bis kommenden Montag mit Bussen des sogenannten Schienen-Ersatzverkehrs Vorlieb nehmen müssen. Denn wie ein Bahnsprecher zu Wochenbeginn mitteilte, muss der in Schieflage geratene über zehn Meter hohe Mast nun zunächst einmal stabilisiert und anschließend aufgerichtet werden.

 Die Züge nach Dortmund enden und beginnen derzeit in Hilden. Am Bahnsteig gibt es Hinweise auf den eingerichteten Schienenersatzverkehr.
Die Züge nach Dortmund enden und beginnen derzeit in Hilden. Am Bahnsteig gibt es Hinweise auf den eingerichteten Schienenersatzverkehr. Foto: Peter Meuter

Dabei kommt die Vollsperrung der Strecke für die Bahn zu einem denkbar ungelegenen Zeitpunkt, hatte Tief „Bernd“ doch schon in den zurückliegenden Wochen zu Behinderungen geführt. So war während der sintflutartigen Regenfälle vom 13. Juli eine Böschung ins Rutschen geraten, weswegen die Strecke fortan nur noch eingleisig befahrbar war. „Die damit zusammenhängenden Reparaturarbeiten sind mittlerweile abgeschlossen“, sagte der Bahnsprecher, der die Kunden für die neue Sperrung um Verständnis bat.

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So habe die Entscheidung, die Stecke nunmehr ganz dicht zu machen, relativ kurzfristig getroffen werden müssen, hieß es am Montag bei der Bahn. Der Grund: In der vergangenen Woche hatte es – nach dem Dauerregen vor drei Wochen – im Bereich zwischen Ohligs und Hilden ein weiteres Unwetter gegeben. Dadurch habe der besagte Funkmast in dem ohnehin schon aufgeweichten Boden zusätzlich an Halt verloren, weshalb direkt nach Entdeckung des neuen Schadens schnelles Handeln erforderlich gewesen sei, teilte die unter anderem für Solingen sowie Hilden zuständige Bahn-Regionalniederlassung mit Sitz in Düsseldorf auf Nachfrage mit.

Zuvor war es bei einigen Kunden zu erheblichen Irritationen gekommen. So beschwerten sich manche Bahnreisenden am Wochenende darüber, nicht rechtzeitig und ausreichend über die Vollsperrung der Bahn-Strecke informiert worden zu sein. Und auch die Ersatzbusse für die S 1 lösten nicht eben Begeisterung aus. „Solinger Pendlern wird zwar ein Schienenersatzverkehr angeboten, dieser ist aber erheblich langsamer“, sagte beispielsweise ein Bahnnutzer.

Die Funkmasten an den Strecken dienen der Bahn AG dazu, die interne Kommunikation zu gewährleisten. So sind die Lokführer mit der jeweiligen Leitstelle über Funk verbunden.