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Solingen: Sommerfest im Freizeitpark Aufderhöhe

Solingen : Sommerfest im Freizeitpark Aufderhöhe

Der Sprungturm erinnert noch an alte Zeiten. Die eingezäunte Baugrube davor verrät: Es tut sich etwas auf dem Gelände des früheren Freibades Aufderhöhe. Dort fand am Samstag erstmals seit 1992 wieder ein Sommerfest statt. Kinder spielten Fußball auf der Wiese, und der Duft von Gegrilltem stieg den großen und kleineren Besuchern in die Nase. Geht es nach den Mitgliedern des Fördervereins Freizeitpark Aufderhöhe, soll die entspannte Stimmung nur ein Vorgeschmack auf kommende Zeiten sein.

"Wir wollen eine Freizeitanlage schaffen, in der sich alle wohlfühlen", bekräftigte Manfred Heim, Vorsitzender des Vereins. Wo einst das Schwimmbecken lag, sollen ein Beach-Soccer- und mehrere Beachvolleyballfelder entstehen. Geplant sind auch Tischtennisplatten, eine Boule-Anlage und ein großes Schachbrett.

Die Vorbereitungen laufen. Das alte Aufderhöher Schwimmbad soll wieder öfter Schauplatz von Sommerfesten werden. Jugendgruppen sollen auf der idyllisch im Wald gelegenen Anlage übernachten können.

Schon im August zieht der Waldkindergarten von seinen Räumen am Goldberger Weg in den Freizeitpark. Für weitere Ideen, wie man die Anlage im Josefstal langfristig nutzen kann, ist der Förderverein eine Kooperation mit der Bergischen Entwicklungsagentur und dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur an der Wuppertaler Universität eingegangen: Bachelor-Studenten stellten am Samstag ihre Ideen vor.

Dazu gehört zum Beispiel die Errichtung einer modernen Halle für Konzerte und Ausstellungen auf dem Gelände. Der Förderverein hat bereits 50 000 Euro investiert, eine ähnliche Summe soll noch einmal hinzu kommen.

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Bürger sollen mitziehen

"Die Anlage ist nur überlebensfähig, wenn die Bürger mitziehen", sagte Manfred Heim, der sich seit vielen Jahren dafür engagiert, das 1990 geschlossene Schwimmbad in anderer Form wieder zu eröffnen. Er freut sich über tatkräftige Spender. Eine von ihnen stellte der Vorsitzende des Fördervereins am Samstag auch dem Publikum im Josefstal vor: Andrea Daun hatte im Jahr 2010 die Spendenkampagne "Einer für alle" ins Leben gerufen. Nun beendete Daun das Projekt mit einem Ergebnis von 3300 Euro.

2000 Euro davon gingen an den Vogelpark, die übrigen 1300 Euro überreichte sie am Samstag feierlich an den Förderverein. Für dessen Vorsitzenden fand Daun besonders lobende Worte: "Wenn es solche Menschen wie Manfred Heim nicht gäbe, die sich hartnäckig für ein Ziel einsetzen, dann bräuchten wir nur zu warten, bis unsere Kinder alle wegziehen."

(RP)