Solinger Polizei zerschlägt Drogenbande

Fahndungserfolg in Solingen : Polizei zerschlägt Drogenhändler-Bande

Bei Hausdurchsuchungen in Solingen hat die Polizei große Mengen Rauschgift und 190.000 Euro Bargeld sichergestellt. Insgesamt gab es vier Festnahmen.

Die Fahnder der Ermittlungskommission „Clean“ kamen, als es bereits dunkel wurde. Und tatsächlich verlief die Razzia  der Beamten am Donnerstagabend so, dass man am Ende durchaus von einer „sauberen Arbeit“ sprechen konnte. Denn nach umfangreichen Ermittlungen im Vorfeld ist es der Polizei jetzt gelungen, einen Ring von mehreren Drogenhändlern auszuheben, der schon eine ganze Weile von Solingen aus seinen kriminellen Geschäften nachgegangen war.

„Die Aktion ist ein großer Erfolg der Polizei“, sagte der zuständige Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert am Morgen nach der Razzia, die zeitgleich an sechs verschiedenen Orten in der Klingenstadt stattgefunden hatte. So gelang es den Einsatzkräften, vier Männer im Alter von 21 bis 30 Jahren festzunehmen. Und auch die Funde, die die Beamten in den Wohnungen der Verdächtigen machten, konnten sich sehen lassen, wurden doch neben rund 15 Kilogramm Marihuana beziehungsweise Haschisch und 100 Gramm Kokain auch 190.000 Euro in Bar, eine scharfe Schusswaffe, eine Machete sowie weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt.

Auf die Spur der Beschuldigten waren die Fahnder gelangt, nachdem sich in anderen Drogenverfahren Hinweise auf die vier Solinger ergeben hatten. So gehen die Ermittler davon aus, dass die Verdächtigen die Drogen zunächst aus dem Ausland einführten, um das Rauschgift später in der Klingenstadt in Umlauf zu bringen.

Auf die bei der Razzia festgenommenen Männer warten nun umfangreiche Verfahren. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Wuppertal sollten alle vier Beschuldigten noch im Verlauf des Freitags einem Haftrichter vorgeführt werden. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Quartett empfindliche Haftstrafen von bis zu 15 Jahren. Die Ermittlungen der EK „Clean“ sind derweil noch nicht abgeschlossen und werden in den kommenden Wochen fortgeführt.