Solinger Initiative diskutiert Kauf des Freizeitparks Ittertal

Freizeitpark Ittertal : Initiative diskutiert Ittertal-Kauf

Ein anderer Käufer für den Freizeitpark ist im Moment noch nicht in Sicht.

Warten auf die Dinge, die da kommen – so lässt sich die aktuelle Entwicklung im geschlossenen Freizeitpark Ittertal wohl am ehesten beschreiben. „Im Moment treten wir auf der Stelle“, räumt Eigentümer Bruno Schmelter im Hinblick auf die mühselige Suche nach einem Investor für die Anlage ein.

Zwar habe zuletzt ein ernstzunehmender Kaufanwärter Interesse am Erwerb des Freizeitparks bekundet, doch scheitere eine Übernahme zurzeit noch am nötigen Kapital. „Die Finanzierung steht einfach nicht“, sagt Schmelter, der betont, dass der von ihm veranschlagte Kaufpreis für den Park auch nicht verhandelbar sei. Der mögliche Investor hatte unter anderem Pläne geäußert, in der früheren Bayernhalle eine Kita einzurichten. Im vorderen Gebäude im Eingangsbereich sollte möglicherweise eine Kletterhalle entstehen. Doch das bleiben erst einmal nur Ideen.

In Warteposition verharrt auch die ehrenamtliche Freiwilligeninitiative, die sich der Rettung des Freizeitparks verschrieben hat. Die Motivation der Gruppe sei ungebrochen, versichert Mitinitiator Michael Willemse. „Wir haben mittlerweile auch eine eigene Homepage und wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit Herrn Schmelter.“ Den jeweiligen Investor würde die Initiative in jedem Fall unterstützen, sofern „der Freizeitpark und der Märchenwald erhalten bleiben“, so Willemse.

Bei der Initiative gebe es derzeit auch Gedankenspiele, den Park – etwa über ein Crowdfunding-Projekt – selbst zu kaufen. Man sei hierzu mit dem Betreiber im Gespräch, so Willemse. „Allerdings treffen wir da sicherlich keine Entscheidung, bis wir alle betriebswirtschaftlichen Zahlen vollständig auf dem Tisch liegen haben. Dann wird sich herausstellen, ob der angesetzte Kaufpreis für uns realistisch ist.“

Auch Haftungsfragen seien im Fall eines Kaufs durch die Freiwilligeninitiative zu klären. „Sofern wir das als Verein stemmen würden, wäre das natürlich mit einem enormen unternehmerischen Risiko für alle Beteiligten verbunden – insbesondere, wenn auf dem Gelände mal etwas passiert.“ Eine Lösung könne eventuell in der Gründung einer gemeinnützigen GmbH liegen.

Die Initiative hat vor diesem Hintergrund die auf Wertermittlung spezialisierte Gutachterin Nicole Molinari zurate gezogen, die den Freizeitpark in Absprache mit dem Eigentümer in Augenschein nehmen soll. Die Idee, den Freizeitpark retten zu wollen, unterstütze sie. Im Falle eines Kaufs durch einen eigens dafür gegründeten Verein rät die Gutachterin allerdings dringend dazu, die rechtlichen Rahmenbedingungen genau abzustecken. „Das ist nicht nur eine Sache des Herzens, sondern schließlich auch des Portemonnaies.“

Als konstruktiv beschreibt Michael Willemse im Zuge der Rettungsbemühungen für den Park die Zusammenarbeit mit der Stadt Solingen und hier insbesondere mit Stadtplanungsdezernent Hartmut Hoferichter: „Er hat uns zwar von vornherein deutlich gemacht, dass die Stadt nicht die Möglichkeit hat, unser Projekt finanziell zu bezuschussen. Herr Hoferichter steht uns aber mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, andere Fördermöglichkeiten zu finden.“