Solinger Gymnasiasten bei Finale von "Jugend forscht"

„Jugend forscht“ : Solinger Trio stellt sich 31-köpfiger Experten-Jury

Die Vorfreude auf die nächste Runde von „Jugend forscht“ überwiegt die Nervosität: Emma und Theodor Hankammer sowie Luca Scheuren vom Humboldt-Gymnasiums fahren „locker“ nach Darmstadt.

Im futuristischen Glas-Look des „Darmstadtium“ werden bis Sonntag, 27. Mai, rund 20 Teilnehmer aus allen Bundesländern, in verschiedenen Kategorien ihre Projekte präsentieren. Die drei 15-, 14- und 12-jährigen Gymnasiasten treten als Landessieger NRW mit ihrer Arbeit zum Thema Umweltverträglichkeit von Waschmitteln an. 15 Monate lang hatten die Drei intensiv geforscht, ob umweltverträgliche Waschmittel genauso gute Reinigungsergebnisse erzielen wie gängige Markenartikel.

Dafür hatten sie selbsthergestellte Pulver aus Kastanien und Efeu im Test, aber auch gekaufte „Bio“-Produkte. Ihr Fazit war eindeutig: „Es ist sehr wohl möglich, effektiv zu waschen und dennoch die Umwelt zu schonen.“

In den vergangen Tagen waren sie damit beschäftigt, ihr Projekt dem beim Wettbewerb vorgegeben Repräsentationsrahmen anzupassen. „Wir mussten unser Referat zum Beispiel um die Hälfte kürzen“, sagte Theodor. „Statt zehn Minuten haben wir nun nur noch fünf. Das war schon Arbeit, den absoluten Kern herauszuarbeiten.“ Auch der Stand wird im Vergleich zu dem beim Landeswettbewerb in Leverkusen kleiner sein. „Wir brauchten also auch andere Plakate“, sagt Emma. Ein Zusatz-Tischchen, auf dem die unterschiedlichen Substanzen wie Enzyme und Tenside drapiert werden können, ist beantragt.

Jetzt aber steht alles, und es wird eifrig das Programm studiert. Zwei Tage lang werde man von der Bundesjury befragt: „Da kommen immer mal wieder anders zusammengesetzte Gruppen von Fachleuten vorbei“, sagt Luca. 31 Experten von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Schulen werden jeweils ihre Bewertung für die verschiedenen Projekte abgeben.

Schön an dieser „Warterei“ sei aber die Möglichkeit, mit den „Kollegen“ Kontakt zu aufzunehmen. „Es hat bisher immer Spaß gemacht, zu gucken, was andere Schüler so präsentieren.“ Konkurrenzdenken oder gar Neid oder Nickeligkeiten gebe es nicht bei diesem Wettbewerb. „Im Gegenteil, man hilft sich gegenseitig, wenn mal nötig“.

Lehrerin und Projektbetreuerin Ulrike Hergert wird mitfahren und beim Aufbau helfen. Dann aber müssen ihre Schützlinge alleine „dadurch“ – alle Lehrer werden während der Bewertungs-Tage aus der Halle verbannt. Erst zur Verleihung der Sonderpreise und am Ende zur Bekanntgabe der Sieger seien sie wieder zugelassen. Die drei Schüler werden im Übrigen mit ihren Familien nach Hessen fahren – und auch das ganze Drumherum genießen.

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