Solinger Galileum bekommt am Montag seine Technik

Künftiges Planetarium in Solingen : Im Galileum wird die Technik eingebaut

In der kommenden Woche erfolgt die nächste entscheidende Bauphase im künftigen Planetarium.

Gerade spielt sich in der Welt der Astronomen und Astrophysiker eine Weltsensation ab. Erstmals wurde ein „Schwarzes Loch“ fotografiert. Das beobachten auch die Macher des Galileums in Ohligs. Die Mitglieder der Walter-Horn-Gesellschaft seien mit den aktuell laufenden Bauten für die Sternwarte und dem Planetarium aber so stark beschäftigt, dass man das Thema leider gar nicht groß habe beachten können, erklärt Dr. Frank Lungenstraß. „Im Galileum werden wir später natürlich auch auf solche Dinge eingehen.“

Am 5. Juli wird das Galileum mit einem Festakt eröffnet. Am Sonntag, 7. Juli, gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem sich die Solinger vor allem digital in die Sternenwelt entführen lassen können. Im ehemaligen Gasometer wird eine halbrunde Projektionsfläche eingezogen. Auf dieser kann die aktuelle Sternenkonstellation per Beamer sichtbar gemacht werden. Aber auch viele andere Themen sollen dort mit Hilfe des künstlichen Weltalls dokumentiert werden.

„Die Technik wird kommende Woche eingebaut“, berichtet Lungenstraß, der zum Vorstand der Walter-Horn-Gesellschaft gehört. Mit spürbarer Vorfreude erklärt er: „Am Montag kommen die Amerikaner und Franzosen, am Dienstag folgt der Container mit Material – und dann geht es an die Projektionskuppel.“

Neben der früheren Gaskugel wurde ein mehrstöckiger Vielzweckbau errichtet. Vom Foyer im Erdgeschoss bis zur Sternwarte auf dem Dach dreht sich auch in ihm alles um das Thema Weltall. Das Galileum versteht sich dabei als Vermittler von spannendem Wissen. Und wenn Lungenstraß verspricht, dass das Thema „Schwarzes Loch“ wichtig sein werde, dann spielt er auf die Bedeutung der Entdeckung an. Fachleute sprechen bereits davon, dass es dafür den Nobelpreis geben werde.

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