Schleuserskandal Solinger CDU verlangt weitere Akteneinsicht bei der Stadt

Solingen · Im Fokus der Union steht unter anderem weiter die städtische Wirtschaftsförderung. Die Staatsanwaltschaft gibt derweil an, von Vorermittlungen gegen andere Solinger als die bislang schon bekannt gewordenen Beschuldigten sei ihr nichts bekannt.

 Bei den Durchsuchungen im vergangenen Monat hatten Polizisten in zahlreichen Objekten – darunter auch in Solingen – gleich kistenweise Akten sichergestellt.

Bei den Durchsuchungen im vergangenen Monat hatten Polizisten in zahlreichen Objekten – darunter auch in Solingen – gleich kistenweise Akten sichergestellt.

Foto: Gianni Gattus

Der Skandal um eine mutmaßliche Schleuserbande zieht weiter Kreise. Nachdem der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Dienstag im Innenausschuss des NRW-Landtages zu Spenden an die CDU in seinem Wahlkreis im Rheinisch-Bergischen Kreis während des Wahlkampfes 2022 befragt worden ist, legen nun auch Reuls Parteifreunde in Solingen noch einmal nach. So hat die CDU-Ratsfraktion bereits Anfang der Woche ein weiteres Mal Einsicht in städtische Akten beantragt, die nach Einschätzung der Union in einem Zusammenhang mit dem Verdacht der illegalen Einschleusung von Ausländern stehen könnten. Denn wie es bei der Solinger Union zur Begründung heißt, habe eine erste Inaugenscheinnahme von städtischen Schriftstücken vor einigen Wochen neue Fragen aufgeworfen.