Nach Werksschließung in Solingen Borbet-Mitarbeiter fahren zu Demo ins Sauerland

SOLINGEN · Die gekündigten Beschäftigen des Solinger Borbet-Werkes machen weiter gegen den Verlust ihrer Arbeitsplätze mobil. Am Werk in Medebach ist eine Kundgebung geplant.

Seit 26. Dezember findet vor dem Borbet-Werk an der Weyerstraße täglich eine Mahnwache statt.

Seit 26. Dezember findet vor dem Borbet-Werk an der Weyerstraße täglich eine Mahnwache statt.

Foto: Peter Meuter

Nach der Teilnahme an der „Genug ist genug“-Demonstration der IG Metall am Samstag auf dem Neumarkt ist für den heutigen Donnerstag erneut eine Protestaktion geplant. So soll am Borbet-Standort Medebach im Hochsauerland ein Protestmarsch vom dortigen Marktplatz zum Borbet-Werk stattfinden, bei dem die Solinger auf ihre Situation aufmerksam machen wollen.

Darum werden um 8 Uhr mehrere Busse vom Werk an der Weyerstraße in Ohligs in Richtung Sauerland starten. Anreise und Kundgebung werden von der IG Metall Remscheid-Solingen organisiert. Mit der Ankunft der Demonstranten in Medebach wird für 10.30 Uhr gerechnet. Dort beginnt die Demo dann mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz, ehe es zum Borbet-Werk geht, wo der Protest fortgesetzt wird. Gegen 15 Uhr werden die Busse wieder in Solingen erwartet.

Die IG Metall kritisiert im Zusammenhang der Schließungsentscheidung, von der rund 600 Borbet-Mitarbeiter, dass Insolvenzen in Eigenverwaltung möglich sind. „Dass es Unternehmensgruppen möglich ist, einen Standort vor die Wand fahren zu lassen, macht die Sache noch skandalöser“, hieß es man Mittwoch bei der IG Metall Remscheid-Solingen. Man vermute, dass eine Rettung mit Rückkehr in die Borbet-Gruppe nie gewollt gewesen sei. Und eine billigere Schließung als in einer Insolvenz sei kaum möglich, da viele Arbeitnehmerrechte wie Kündigungsfristen und Abfindungsprüche gekappt würden, so die IG Metall.

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