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Solingens Platzierung im Städteranking: Gegen den Trend vorgehen

Solingens Platzierung im Städteranking : Rechtzeitig gegen den Negativ-Trend vorgehen

Im Städteranking sackt Solingen in diesem Jahr etwas ab. Gerade in Bezug auf einen Entwicklungs-Trend können daran Möglichkeiten und Risiken abgelesen werden.

Beim Ranking der 70 kreisfreien Großstädte in Deutschland von WirtschaftsWoche, ImmoScout24 und IW Consult Kostenpflichtiger Inhalt hat eine kleinere Großstadt wie Solingen kaum eine Chance auf eine Top-Platzierung. Das ist vollkommen in Ordnung, denn wie die städtische Wirtschaftsförderung in einem Statement dazu bemerkte, ist das auch nicht der Anspruch. Ein Vergleich mit den „Top Ten“ oder auch Top-Zwanzig-Platzierten wäre daher vergleichsweise sinnlos.

Ganz allgemein dürfen die Ergebnisse des Rankings nicht überbewertet werden. Die Aussagekraft solcher Vergleiche ist grundsätzlich beschränkt. Trotzdem können die Ergebnisse des Rankings aufschlussreich sein – sowohl die des im Niveau-Ranking abgebildeten Ist-Zustands, bei dem Solingen in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben und in diesem Jahr auf Platz 49 gelandet ist, als auch die des Trends, der im Dynamik-Ranking abgebildet wird. Hier wirkt es jedoch fast so, als würde die Wirtschaftsförderung ihr Augenmerk hauptsächlich auf das erste Ranking werfen – kein Wunder, ist es doch ein angenehmeres Ergebnis. Denn im Dynamik-Ranking ist die Klingenstadt im Vergleich zum Vorjahr um ganze 13 Plätze abgerutscht. Besonders bei den Faktoren „Leben“ und „Arbeiten“ landete sie auf den hinteren Plätzen.

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Hier bietet sich nun die Chance, genauer in die Auswertung zu blicken und daraus Strategien für Solingens Zukunft abzuleiten. Denn gerade die Faktoren „Leben“ und „Arbeiten“ punkten im Niveau-Ranking für die Klingenstadt, während sie im Dynamik-Ranking einen Abwärtstrend anzeigen. Wird dieser nicht gestoppt, wird Solingen in künftigen Untersuchungen auch beim Ist-Zustand schlechter abschneiden.