Solingen: Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft erweitert

Gräfrath : Weiter Parkplatznot in Gräfrath

Im Berufsinternat II der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft an der De-Leuw-Straße wurde mit dem Innenausbau begonnen. Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 im August bietet es Platz für rund 70 Schüler.

Der Neubau ist in den vergangenen Wochen in die Höhe gewachsen. Das Berufsinternat II der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft (ZDS) an der De-Leuw-Straße in Gräfrath nimmt konkrete Formen an. „Der Innenausbau hat vergangene Woche begonnen“, sagt das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der ZDS, Andreas Bertram. Läuft alles weiter nach Plan, „können die Schüler im August zu Beginn des neuen Schuljahres 2019/2020 ins Berufsinternat II einziehen“, ergänzt Bertram.

Das neue Berufsinternat II entsteht direkt neben dem bisherigen Berufsinternat auf dem ZDS-Schulgelände an der De-Leuw-Straße. Als Ausweichquartier steht aktuell für die ZDS-Schüler die ehemalige Gräfrather Jugendherberge zur Verfügung. Die hatte die ZDS vor Jahren gekauft und will die nach dem Auszug der Schüler ins Berufsinternat auch künftig weiter nutzen. „Wir sind im Dialog mit der Stadt, was wir dort machen können. Die künftige Nutzung ist noch völlig offen, es gibt aber einige Ideen“, sagt Andreas Bertram.

Auf der De-Leuw-Straße ist die Parkplatznot besonders groß. Foto: Uwe Vetter

Zurzeit hat das Neubauprojekt Vorrang für das Geschäftsführende Vorstandsmitglied der ZDS. Die Süßwarenakademie, die auch auf dem Weg ist, Hochschulstandort zu werden, investiert rund fünf Millionen für die Realisierung des Berufsinternates II. Der Neubau bietet Platz für zirka 70 Schüler.

Allerdings sind mit dem Bauprojekt auch 30 Parkplätze weggefallen – Stellflächen, die ohnehin äußerst knapp sind rund um die ZDS, aber auch im Bereich der Fauna, dem Sportplatz und der ehemaligen Jugendherberge. Selbst am Brandteich in Nähe der historischen Altstadt. „Wir haben nach wie vor ein ziemlich großes Parkproblem“, sagt Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer (SPD).

Am Montag dieser Woche trafen sich deshalb zum zweiten Mal die Mitglieder eines „Runden Tischs“. Die haben es sich seit einigen Monaten zur Aufgabe gemacht, Lösungen für das Parkproblem zu finden. Was nicht einfach ist.. „An der ehemaligen Jugendherberge könnten 16 Parkplätze angelegt werden. Die ZDS müsste dafür einen Bauantrag stellen, die Verwaltung hat damit kein Problem“, berichtet der Bezirksbürgermeister.

Überdies seien zwischenzeitlich im Bereich der Häuser des Gräfrather Bauvereins Kurzzeitparkplätze eingerichtet worden. Dadurch hätten Anwohner zumindest die Möglichkeit, wohnungsnah schwere Einkaufstaschen ins Haus zu bringen, sofern sie nicht anderweitig eine Stellfläche für ihr Auto finden konnten. „Es muss aber Weiteres geschehen. Auch die ZDS muss sich Gedanken machen, damit das Parkplatzproblem beherrschbar wird“, fordert Udo Vogtländer.

Denn die De-Leuw-Straße ist mit Fahrzeugen zugeparkt, in Teilen auch Melanchthon- und Schulstraße. Aber auch mit Blick auf den Brandteich herrscht beim Gräfrather Bezirksbürgermeister nicht unbedingt eitel Sonnenschein: „Dort werden Anhänger und Wohnwagen abgestellt und nehmen so den Pkw die Plätze weg. Etwas dagegen tun können wir aber nicht“, meint Vogtländer. Denn bis zu 14 Tage können dort Fahrzeuge beziehungsweise auch Anhänger abgestellt werden, ohne das etwas geschieht. Nach dieser Frist würde es zudem ausreichen, das Fahrzeug nur einen Meter zu bewegen und wieder abzustellen. „Ein Gegenmittel wäre die Bewirtschaftung dieses Parkplatzes“, sagt Vogtländer, „aber das will keiner wirklich“.

Am „Runden Tisch“ wurde auch über die stärkere Nutzung des ÖPNV gesprochen. Vor allem den ZDS-Schülern und -Studenten könnten hier entsprechende Angebote unterbreitet werden, damit sie eventuell aufs Auto verzichten. Auch der Einsatz von E-Bikes wäre denkbar. „Ideen gibt es viele“, sagt Udo Vogtländer, „es bedarf aber der konkreten Umsetzung.“