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Solingen: Zebrastreifen Friedrichstraße lässt weiter auf sich warten

Hängepartie in Solingen : Friedrichstraße noch ohne Zebrastreifen

Die Querungshilfe auf der vielbefahrenen Friedrichstraße in Höhe des dortigen Zentrums für Betreuung und Pflege „Am Kirschbaumer Hof“ ist zwar gebaut. Der Zebrastreifen ist aber noch immer nicht angelegt.

An Farbe mangelt es offenbar nicht, und auch die äußerlichen Voraussetzungen mit verlässlich zweistelligen Temperaturen und einigen Tagen Trockenheit waren fast den ganzen April gegeben. Doch der Zebrastreifen auf der Friedrichstraße ist deswegen immer noch nicht aufgetragen. „Die Querungshilfe ist bereits seit einigen Wochen baulich fertiggestellt, die Markierung des Zebrastreifens verzögert sich jedoch ein wenig“, heißt es aus dem Rathaus auf Anfrage unserer Redaktion.

Im November 2017 wurden von der Bezirksvertretung Mitte und dem Planungsausschuss ein Zebrastreifen samt Mittelinsel für die Friedrichstraße in Höhe des dortigen Zentrums für Betreuung und Pflege „Am Kirschbaumer Hof“ beschlossen, damit nicht nur die dort wohnenden Senioren eine sichere Querung auf ihrem Weg in die City bekommen.

Aber erst im Januar dieses Jahres, mehr als zwei Jahre nach dem politischen Beschluss, wurde zunächst nur die Mittelinsel angelegt und die Straße etwas verbreitert. Danach waren die Bauarbeiten mit Hinweis auf das Warten wärmerer Temperaturen wieder auf Eis gelegt worden.

Das lange Warten auf die Umsetzung des Beschlusses von November 2017 hatten nicht nur Bezirksvertreter aus dem Stadtteil Mitte kritisiert, sondern auch die Geschäftsführerin des Vereins „Lebensherbst“, Petra Krötzsch: „Es wird dringend Zeit für den Zebrastreifen, es grenzt an ein Wunder, dass dort noch nichts passiert ist“, erklärte Krötzsch gegenüber unserer Redaktion.

Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (SPD) hatte mit Blick auf die beginnenden Bauarbeiten gegen Ende des vergangenen Jahres gesagt: „Es wird auch langsam Zeit, dass an der Friedrichstraße eine sichere Querung für Fußgänger ermöglicht wird. Alte Leute können dann ohne Gefahr über die Friedrichstraße kommen.“

Obwohl im Stadtgebiet viele Baustellen, auch kleinere, derzeit erledigt werden, kommt man an der Friedrichstraße derzeit offensichtlich nicht voran. Der letzte Schliff, sprich die Zebrastreifen, fehlt. Und einen genauen Termin für die Vollendung der kompletten Baumaßnahme gibt es weiterhin von der Stadtverwaltung nicht. „In der Regel werden solche Arbeiten etwa ab Anfang April ausgeführt und meist mit anderen Aufträgen im ,Paket’ koordiniert. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise können solche Abstimmungsprozesse zurzeit jedoch oft nur verzögert ablaufen“, erklärt Sabine Rische von der städtischen Pressestelle.

Eine weitere unvollendete Baumaßnahme, die etliche Jahren nach einem entsprechenden Beschluss in Angriff genommen worden ist, stockt in Ohligs. An der Vieh-Ausfahrt im Bereich Merscheider Straße / Bebelallee / Schwarze Pfähle wurde für den Verkehr aus Richtung Frankfurter Damm / Innenstadt kommend eine Signalanlage mit entsprechenden Querungen für Fußgänger gebaut, um den dortigen Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Darauf hatte die Unfallkommission gepocht. Die Lichtzeichenanlage wurde nach den Straßenbauarbeiten zwar mittlerweile ebenfalls aufgestellt, in Betrieb ist sie deswegen aber noch lange nicht.

Grünes Licht gibt es dagegen für den Kreuzungsbereich Mangenberger Straße/Untengönrather Straße. Die dortige neue Signalanlage ist – mit einigen Verzögerungen – nun in Betrieb.