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Solingen: Zahl der Arbeitslosen ist im November gestiegen

Arbeitsmarkt in Solingen : Zahl der Arbeitslosen ist im November gestiegen

6723 Personen suchen aktuell einen neuen Arbeitsplatz. Der Arbeitsmarkt im Bergischen Städtedreieck hat unterdessen an Dynamik eingebüßt.

In den Nachbarstädten Wuppertal und Remscheid ist die Arbeitslosigkeit im November gegenüber dem Vormonat gesunken, um 19 beziehungsweise 89 Personen. Nicht so in Solingen: Hier verzeichnete die Agentur für Arbeit einen Zuwachs von 94 Personen auf jetzt 6723 Arbeitssuchende. Das entspricht einer Erwerbslosenquote von 7,7 Prozent. Allerdings belief die sich gegenüber November des vergangenen Jahres noch bei 8,3 Prozent. Der Chef der Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal, Martin Klebe, ist mit der Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Region gleichwohl „ganz zufrieden“. Obwohl der Arbeitsmarkt in Solingen, Remscheid und Wuppertal an Dynamik eingebüßt hat. „Es ist alles ein bisschen zäh“, so die aktuelle Einschätzung von Martin Klebe.

Wegen der anhaltenden Corona-Pandemie und deren Begleiterscheinungen wie Rohstoffprobleme und Lieferengpässe verzeichnet die Agentur auch wieder vermehrt Anträge auf Kurzarbeit. „Die befürchten wir auch für die Gastronomie, zumal viele Weihnachtsfeiern derzeit abgesagt werden“, sagt Klebe im Gespräch mit unserer Redaktion.

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Mit Blick aufs nächste Jahr ist Klebe aber grundsätzlich optimistisch. Dennoch weiß er schon jetzt, „dass sich der Fachkräftebedarf verstärken wird“. Das Stellenangebot der Agentur für Arbeit liegt sich in der Klingenstadt aber noch in überschaubaren Grenzen. 185 neue Arbeitsplätze wurden gemeldet, das waren 61 mehr als im Oktober. Seit Beginn dieses Jahres ist das Stellenangebot allerdings um 500 Plätze oder knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Im Bestand haben die Arbeitsvermittler derzeit noch 551 offene Stellen.

Länger als ein Jahr halten derzeit 3323 Menschen Ausschau nach einem neuen Job. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist zudem im Vergleich zum Vorjahr um 610 oder 22,5 Prozent gestiegen. Von den Langzeitarbeitslosen werden 90 Prozent (2991 Personen) in der Grundsicherung betreut.