Solingen wirbt um Investoren

Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real : Stadt wirbt fürs Hansa-Quartier

Die Stadt Solingen beteiligt sich erneut am bergischen Gemeinschaftsstand auf der Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in München. Die Teilnahme vom 8. bis 10. Oktober bezeichnet die Wirtschaftsförderung als „absolutes Muss“.

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für die Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in den Räumen der Wirtschaftsförderung auf Hochtouren. Etliche Termine mit potenziellen Investoren und Projektentwicklern wurden bereits vereinbart, die vom 8. bis 10. Oktober in München dann abgearbeitet werden. „Es ist eine sehr arbeitsintensive Messe“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol.

Zusammen mit dem Wirtschaftsförderer Elmar Jünemann wird er alle drei Messetage vor Ort in der bayerischen Metropole München sein. Am Montag und Dienstag, zum Auftakt der Messe, wird das Solinger Team um Oberbürgermeister Tim Kurzbach, Stadtdirektor Hartmut Hoferichter, Carsten Zimmermann (Abteilungsleiter Strategische Planung im Rathaus) sowie Sparkassen-Chef Stefan Grunwald und anderen Unternehmensvertretern verstärkt.

Wie in den vergangenen Jahren präsentiert sich Solingen am bergischen Gemeinschaftsstand zusammen mit Wuppertal und Remscheid auf einem rund 80 Quadratmeter großen Messestand in Halle B der Münchener Messe – an der Rückseite zu Mettmann, sozusagen in der NRW-Halle. „Die Teilnahme an der Expo Real ist ein absolutes Muss“, betont Frank Balkenhol, „es ist das Treffen der Branche schlechthin“. In München würden zwar Projekte nicht von jetzt auf gleich umgesetzt, allemal aber mit etwas zeitlichem Verzug. Das habe die Vergangenheit immer wieder gezeigt. Inbesondere die Entwicklung des Hansa-Quartieres in Ohligs wollen die kommunalen Wirtschaftsförderer nun nach dem vergangenen Jahr erneut ins Schaufenster stellen und möglichen Investoren, die bauen wollen, Grundstückskäufe schmackhaft machen. „Der Wirtschaftsförderung gehören im Hansa-Viertel etwa 10.000 Quadratmeter Fläche zwischen dem Unternehmen Codecentric und dem Galileum. Zudem sind noch weitere 20.000 Quadratmeter entwicklungsfähig“, sagt Frank Balkenhol. Vor allem dort, wo bislang noch Scalabrin und die Spedition Dahmen ansässig sind. „Scalabrin will indes ins Monhofer Feld umziehen und dort den Gleisanschluss nutzen, sobald die Bezirksregierung dafür grünes Licht gegeben hat“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Er erwartet die Entscheidung der Bezirksregierung noch in diesem Herbst.

Ziel ist es, im Hansa-Quartier den Bürostandort der Zukunft zu etablieren. Neben dem Software-Entwickler Codecentric sollen weitere Firmen aus der IT-Branche beziehungsweise digitalen Welt dort angesiedelt werden. Aber auch die Gespräche für ein Hotel am nah gelegenen Hauptbahnhof laufen. Restaurants, Bistros und Parkmöglichkeiten hat die Wirtschaftsförderung ebenfalls dort im Blick. „Das muss alles berücksichtigt werden“, sagt Balkenhol mit Blick auf die Quartiersentwicklung in Ohligs.

Fast zwei Dutzend Gesprächstermine wurden für Montag und Dienstag festgezurrt, je näher die Messe rückt, desto dichter gestaltet sich der Terminkalender der Solinger Delegation, die in unterschiedlichen Konstellationen diese Termine wahrnehmen werden. Und ist eine Abstimmung beispielsweise mit NRW Invest oder der NRW Bank erforderlich, kann dies auch gleich auf der Expo Real erfolgen.

Nicht nur das Hansa-Quartier, auch die Entwicklung des Rasspe-Geländes wird in München besprochen. Für die Entwicklung des denkmalgeschützten Gebäudes werden ebenso wie für die weiteren Flächen Investoren gesucht. Überdies stehen „laufende Themen“ wie das Omega-Gelände in der Stadtmitte oder das Grossmann-Gelände in Wald auf der Agenda. Bei letzterem wird noch auf das Ergebnis der Altlasten-Untersuchung gewartet.