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Solingen: Weniger Arbeitslose im Februar

Arbeitsmarkt in Solingen : Weniger Arbeitslose im Februar

Die Kurzarbeit in der Klingenstadt bleibt weiter auf einem hohen Niveau. Allerdings wurden von den Betrieben mehr offene Stellen gemeldet.

Eher untypisch ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar: In der Klingenstadt gingen die Zahlen gegenüber Januar aber um 241 Personen zurück. „Entgegen dem Landestrend“, sagt der Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, Martin Klebe. Die Arbeitsagentur zählte Ende Februar jedoch 6988 Jobsuchende und damit wieder eine Zahl unter der 7000er Marke. „Allerdings ist die Arbeitsmarktsituation immer noch deutlich kritischer als vor einem Jahr“, sagt Martin Klebe. Denn im Vergleich zum Februar des vergangenen Jahres wurden jetzt 869 Personen beziehungsweise 14,2 Prozent mehr Erwerbslose gezählt. Damit liegt die aktuelle Arbeitslosenquote bei glatt acht Prozent. Im Januar waren es noch 8,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie lediglich sieben Prozent.

Getragen wird der Solinger Arbeitsmarkt wie in vielen anderen Städten auch von der Kurzarbeit. Allein im Berichtsmonat Februar 2021 sind insgesamt 119 Anzeigen auf konjunkturelle Kurzarbeit für 1450 Beschäftigte eingegangen. Das sind 36 weniger als im Monat zuvor. Von April des vergangenen Jahres bis Ende Februar dieses Jahres haben insgesamt 2265 Unternehmen für 32.215 Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Was aber nicht heißt, dass die tatsächliche Kurzarbeit auch real so hoch liegt. Denn für konkrete Daten braucht es eine Wartezeit von sechs Monaten. Von daher kann die Arbeitsagentur zunächst für den August vergangenen Jahres sagen, wie hoch die Kurzarbeit war: 614 Betriebe hatten für 5617 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit lag bei durchschnittlich 34,2 Prozent. Vor allem das Verarbeitenden Gewerbe und das Gastgewerbe sind besonders stark von Kurzarbeit betroffen.

Gleichwohl zog jetzt das Stellenangebot an. Im Februar wurden 203 neue Arbeitsplätze gemeldet – 56 mehr als im Januar. Im Bestand haben die Arbeitsvermittler derzeit noch 676 offene Stellen. Sorge bereitet aber die zunehmende Zahl der Langzeitarbeitslosen. 2871 Frauen und Männer und damit 755 oder 35,7 Prozent mehr als vor einem Jahr sind aktuell von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Die überwiegende Mehrzahl davon, 2422 Personen oder 84,4 Prozent, werden in der Grundsicherung betreut.