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Solingen: Weihnachtsdürpel in Ohligs ist eröffnet

Adventszeit in Solingen : In Ohligs leuchtet es weihnachtlich

Der Weihnachtsdürpel lockte schon früh die ersten Besucher. Am Sonntag sind im Stadtteil die Geschäfte geöffnet.

Schon um die Mittagszeit, als einige Händler ihre Hütten noch mit Waren bestückten, zog es die ersten Gäste in den Park an der Wittenbergstraße. Da kamen Arbeitskollegen, die sich nach dem vorgezogenen Feierabend auf die erste Tasse Glühwein freuten, Großeltern, die mit ihren Enkeln spazieren gingen oder junge Familien. „Wir freuen uns, schon einmal eine Runde zu drehen“, sagte Marius Kühn, der dem diesjährigen Weihnachtsdürpel mit Ehefrau Stephanie und der gemeinsamen Tochter im Kinderwagen einen Antrittsbesuch abstattete. „In der Vergangenheit“, gestand er, „haben wir es an diesem Wochenende terminlich nie geschafft, zu kommen.“

Ein Blickfang waren für jung und alt am trüben Freitag schon frühzeitig die vielen Lichter in der Parkanlage. Die tauchen die zum Teil geschmückten Bäume an diesem Wochenende in bunte Farben. Heimelig wirkt auch der Schein der Lichterketten an den von der Lebenshilfe aufgearbeiteten Holzhütten. Die laden bis Sonntag ein, Durst und Hunger zu stillen. Neu dabei ist zum Beispiel die Gaststätte „New Orleans“, die Herzhaftes aus dem Smoker anbietet. Italienische Backwaren gibt es gegenüber am Stand des Any Paradise Café.

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Aber auch handgefertigte Geschenkartikel können die Gäste ergattern: Dafür steht seit Jahren unter anderem das Friedensdorf-Netzwerk, das sich für die medizinische Versorgung von Kindern aus Krisengebieten einsetzt – und seinen Standerlös in entsprechende Projekte steckt. „Wir haben schon um halb zwei die ersten Paare Socken verkauft“, berichtete am Nachmittag Annemarie Kister-Preuss, die sich mit Ehemann Uli beim Netzwerk engagiert. Wollsocken, Mützen und Schals hatten Stammkunden in Sandras Wollfühloase über Monate hinweg gestrickt und gespendet. Zu kaufen gibt es am Stand aber auch den „Adventskranz to go“ oder extravagante Pflegeprodukte wie die „Ohligs Seife“.

Auf ein spezielles Ohligser Projekt macht die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) an ihrer Bude aufmerksam – die „Ohligs App“, in der schon über 50 Dienstleister und Einzelhändler angeschlossen sind. Auf der finden die Nutzer zur Zeit passend auch einen Adventskalender. Und damit sich die Gäste nicht mit blanker Information begnügen müssen, gibt es auch noch Popcorn aus der eigenen Maschine.

Ein erstes Mal durchatmen konnte nach den Vorbereitungen Organisator Timm Kronenberg: „Es hat bis hier hin alles super geklappt“, resümierte er nach Beginn des Dürpels. Gerade die immer aufwändigere Stromversorgung, um die sich Markus Reinshagen kümmert, sei dabei mit viel Kleinarbeit verbunden gewesen. Im späteren Verlauf des Nachmittags machte sich unter den Besuchern allmählich die Vorfreude breit auf den für den Abend erwarteten traditionellen Auftritt der Gruppe Secret Mail. Einzig die Wetterprognose fürs Wochenende beäugten Veranstalter und Gäste mit Sorgenfalten. Aber auch in diesem Punkt machte Timm Kronenberg Mut: „Trotz anderslautender Vorhersagen haben wir auch den Aufbau komplett trocken hingekriegt.“