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Solingen: Warten auf Ergebnisse der Corona-Tests

Nach Infektionen in Solinger Seniorenheim : Warten auf Ergebnisse der Corona-Tests

Frühestens am heutigen Dienstag ist mit weiteren Ergebnissen der Reihenuntersuchungen in einem Ohligser Altenheim zu rechnen. Das Haus ist weiter geschlossen. Die Stadt hält an der Testung in allen Heimen fest.

Für die Mitarbeiter des städtischen Gesundheitsamtes ist es ein ausgesprochen arbeitsreicher Start in die neue Woche gewesen. Denn nachdem es während der zurückliegenden Tage im Seniorenpark Senvital in Ohligs bislang insgesamt elf neue Corona-Infektionen gegeben hat, sind die Tests unter den Mitarbeitern sowie Bewohnern in der Einrichtung an der Hackhauser Straße am Montag fortgesetzt worden.

Zuvor war eine entsprechende Anordnung des Gesundheitsamtes ergangen. Davon tangiert sind insgesamt 150 Menschen, darunter befinden sich rund 70 Mitarbeiter des Hauses. Schon Ende vergangener Woche waren mit Auftreten der ersten Fälle die Sicherheitsvorkehrungen in der gesamten Einrichtung verschärft worden. So wurde der Seniorenpark unter anderem für Besucher gesperrt, bevor die betroffene Wohngruppe am Wochenende schließlich sogar unter Quarantäne gestellt wurde. Die Bewohner werden augenblicklich auf ihren Zimmern betreut.

Mit weiteren Ergebnissen wird frühestens für den heutigen Dienstagnachmittag gerechnet. Wobei zurzeit noch vollkommen offen ist, wie es dann weiter gehen wird. So war es in der jüngsten Vergangenheit gleich mehrfach zu Corona-Ausbrüchen in Solinger Altenheimen gekommen – weswegen die Verwaltung auch nach dem jüngsten Ausbruch in Ohligs sowie trotz allgemein begrenzter Kapazitäten an dem Ziel festhält, in allen Senioreneinrichtungen der Klingenstadt Reihenuntersuchungen durchzuführen.

Das hat ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage bestätigt. „Damit ist jetzt begonnen worden“, hieß es zum Wochenstart aus dem Solinger Rathaus, wo sich die verantwortlichen Mitarbeiter durch die Testungen eine sehr engmaschige Kontrolle und damit einhergehend einen möglichst genauen Überblick über die tatsächliche Corona-Lage im Stadtgebiet erhoffen.

Gleichzeitig muss den nach wie vor begrenzten Kapazitäten Rechnung getragen werden. So haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt, dass ein Testteam maximal bis zu 300 Tests pro Woche durchführen kann. Dieser Wert soll nun ausgebaut werden. Ziel ist es, später bis zu 600 Corona-Tests in Einrichtungen zu schaffen, wobei geplant ist, eine Einrichtung nach der anderen durchzutesten.

Dabei haben aktuelle Ereignisse wie jetzt im Seniorenpark Senvital aber stets Vorrang. Dort, in Ohligs,  geht es unter anderem auch darum, die sogenannte Infektionsquelle, also den Patienten, der das Virus zuerst in sich trug,  ausfindig zu machen.

„Diese Infektionsquelle haben wir leider noch nicht gefunden“, sagte die Leiterin des Solinger Stadtdienstes Gesundheit, Dr. Annette Heibges, am Montag, die sich im Gespräch mit unserer Redaktion parallel durchaus zuversichtlich zeigte, den neusten Weg des Virus am Ende doch noch nachverfolgen zu können. Annette Heibges: „Das hängt von der weiteren Recherche im Umfeld der betroffenen Bewohner und Mitarbeiter ab.“

Wichtiger sei in der momentanen Situation allerdings, weitere Infektionen in der Bevölkerung zu vermeiden. „Wir müssen sehen, wer sich noch angesteckt haben könnte“, unterstrich Annette Heibges in diesem Zusammenhang. Aus diesem Grund sind auch jene 45 Betroffenen im Seniorenpark Senvital, die bereits am vergangenen Freitag getestet worden waren, nun noch einmal auf das Coronavirus untersucht worden.