Solingen: Vorfahrt für Radfahrer auf der Veloroute

Radverkehr in Solingen : Vorfahrt für Radfahrer auf der Veloroute

Die Stadt plant Querungen mit Stopp-Schildern für Autofahrer. Am Freitag ist eine Bürgerversammlung angesetzt.

Die geplante Veloroute soll den Radverkehr in Solingen voranbringen. Damit Radfahrer möglichst bequem vorwärts kommen, sollen sie entlang dieser Route an mehreren Stellen Vorrang vor Autos, Motorrädern und Lastwagen haben. Beschlossen ist dies für die Fuhrstraße in Wald, geplant für die Querungen der Korkenziehertrasse mit der Dahler Straße und dem Holleweg in Gräfrath.

Die Veloroute soll von Düsseldorf über Hilden und Solingen nach Wuppertal führen. Gedacht ist diese Verbindung nicht nur für Freizeitfahrer, sondern auch als Strecke für den Alltagsverkehr. Über weite Strecken verläuft sie auf vorhandenen Radwegen wie der Korkenziehertrasse. Vor allem zwischen Ohligs und Wald führt sie über Radwege, die entlang von Hauptverkehrsachsen verlaufen. In Solingen werden Wege und Übergänge an 28 Stellen umgestaltet – neu asphaltiert, markiert oder beschildert. Die Stadt rechnet mit einer Investition von 2,6 Millionen Euro. Der Bund fördert das Projekt nach Rathaus-Angaben mit knapp 1,7 Millionen Euro.

Die Pläne sehen vor, dass die Radfahrer auf der Veloroute an den drei genannten Punkten in Wald und Gräfrath Vorfahrt vor dem Kraftverkehr auf querenden Nebenstraßen haben. Die Bezirksvertretung Wald hat sich bereits für eine solche Regelung an der Fuhrstraße ausgesprochen. Dort werden demnächst Stoppschilder aufgestellt. Das bedeutet, Autofahrer müssen anhalten, um zu schauen, ob sich Radfahrer nähern. Gegebenenfalls müssen sie diese vorbeilassen, bevor sie weiterfahren. Zur Sicherheit sollen an diesen Stellen nicht nur Stoppschilder beitragen. Die Überlegungen im Rathaus beziehen sich zusätzlich auf eine bessere Beleuchtung und speziell eingefärbte Furten über die jeweiligen Straßen.

Was an den beiden Gräfrather Querungen geplant ist, wird den Anwohnern bei einer Bürgerversammlung vorgestellt. Dies hatte Bezirksvertretung Gräfrath angeregt. Bei dem Treffen am Freitag, 17. Mai, im Nümmener Treff können die Bürger auch Fragen stellen.

Zuvor will die Stadtverwaltung auch Radler und Autofahrer vor Ort befragen. Diese Umfragen sind für den gleichen Tag zwischen 13 und 16 Uhr geplant. Dazu werden die vorgesehenen Überfahrten provisorisch für einige Stunden dargestellt.

Bürgerversammlung Freitag, 17. Mai, 17.30 Uhr; Nümmener Treff, Nümmen 18

(Boll)
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