Solingen: Vor zwei Jahren beschlossene Maßnahme wird jetzt umgesetzt

Maßnahme vor der Umsetzung : Zebrastreifen für die Friedrichstraße

In der Woche ab dem 9. Dezember wird mit den Bauarbeiten begonnen. Weihnachtsverkehr wird nicht beeinträchtigt.

Zwei Jahre nach dem politischen Beschluss, einen Zebrastreifen samt Mittelinsel auf der vielbefahrenen Friedrichstraße in Höhe des dortigen Zentrums für Betreuung und Pflege „Am Kirschbaumer Hof“ anzulegen, biegt das seit Monaten immer wieder angemahnte Projekt nun langsam, aber sicher auf die Zielgeraden ein: In der Woche ab dem 9. Dezember soll mit der Umsetzung des Bauvorhabens begonnen werden. Dies erklärte am Donnerstag Stadtdirektor Hartmut Hoferichter auf Anfrage unserer Redaktion. „Der Auftrag ist vergeben. Zurzeit wird der konkrete Zeitplan erarbeitet“, ergänzte Hoferichter.

In der Vorweihnachtszeit soll dabei besonders darauf geachtet werden, dass keine der beiden Fahrspuren wegen der notwendigen Bauarbeiten gesperrt werden muss. Das werden wir vermeiden“, sagte der Stadtdirektor. Von daher werde die vorgesehene Mittelinsel erst im neuen Jahr angelegt.

Die Baumaßnahme ist umfangreich und längst nicht damit erledigt, dass auf der Straße ein Zebrastreifen aufgetragen wird. Arbeiten im Gehweg und in der Fahrbahn sind erforderlich, überdies muss die Beleuchtung technisch aufwändig angepasst werden. Gleichwohl: Die notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von rund 66.000 Euro stehen schon lange zur Verfügung. Allein an der Umsetzung der Maßnahme haperte es.

Was auch den Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Mitte, Richard Schmidt (SPD) sehr ärgerte. „Das hätte man viel früher umsetzen müssen“, sagte Schmidt vor allem mit Blick auf ältere Menschen, die mit Rollatoren unterwegs sind. Aber auch andere Personen brauchen Geduld und müssen auf die Rücksicht von Autofahrern hoffen, damit sie die Friedrichstraße queren können, um in die nah gelegene Innenstadt zu kommen.

„Endlich haben wir es geschafft. Ich bin zufrieden, dass dieses Projekt doch noch zu einem positiven Abschluss kommt“, sagte Schmidt. Der Bezirksbürgermeister hofft nun, „dass der Zeitplan eingehalten wird und Anfang des neuen Jahres die Bauarbeiten zum Abschluss kommen.“ Dafür muss allerdings auch das Wetter mitspielen.

Petra Krötzsch, Geschäftsführerin des Vereins Lebensherbst, freut sich ebenfalls, dass der Zebrastreifen endlich kommt. „Es wird dringend Zeit dafür“, sagte Krötzsch. „Es grenzt an ein Wunder, dass dort noch nichts passiert ist“. Der Verein Lebensherbst hat es sich zum Ziel gesetzt, das Leben älterer Menschen fröhlicher und lebenswerter zu gestalten. Unterstützt werden mittlerweile in über 50 Pflegeheimen Freizeitaktivitäten wie Ausflüge, Lesungen, Konzerte oder Feste. Anliegen von Lebensherbst ist es aber auch, dass Senioren sicher im Straßenverkehr unterwegs sein können.

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