Solingen: Verein Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum gegründet

Erinnerungskultur in Solingen : Verein „Max-Leven-Zentrum“ wurde gegründet

Verein „Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen" gegründet. Vorsitzende ist Daniela Tobias.

(uwv) Im Gemeindehaus der Lutherkirche gründete sich jetzt der Verein „Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen“. Entsprechende Räume für die Bildungs- und Gedenkstätte sollen im Neubau der Hauptgeschäftsstelle der Stadt-Sparkasse Solingen am Neumarkt entstehen. Voraussichtlich 2023 soll der Neubau realisiert sein.

Zu den Gründungsmitgliedern zählt auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach. „Überlebende Zeitzeugen des Naziterrors stehen uns nicht mehr lange mit ihren Erinnerungen zur Verfügung. Die nächsten Generationen werden sich ohne sie mit den Ursachen und den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinandersetzen müssen“, sagte der Verwaltungschef. Das Max-Leven-Zentrum könne helfen, diese Erinnerungsarbeit direkt vor der Haustür zu beginnen.

Zur Vorsitzenden des Vereins wurde die Leiterin des Unterstützerkreises Stolpersteine, Daniela Tobias, gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Superintendentin Dr. Ilka Werner, Schatzmeister wurde René Höltken (Leiter der Hauptgeschäftsstelle der Stadt-Sparkasse), Schriftführer Dr. Horst Sassin (Bergischer Geschichtsverein). Neben dem geschäftsführenden Vorstand wirken acht Beisitzer im erweiterten Vorstand mit. „Wir freuen uns, dass wir die Vorstandsarbeit auf viele Schultern verteilen konnten und freuen uns ebenso auf engagierte Mitarbeit aus dem Kreis der Mitglieder“, erklärte Daniela Tobias.

Sobald mit der Eintragung ins Vereinsregister die formalen Voraussetzungen erfüllt sind, wird zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen. Es können weitere Mitglieder aufgenommen werden. Im kommenden Jahr soll außerdem ein begleitender Beirat vom Vorstand einberufen werden.

Der Verein will sich an der praktischen Arbeit des Max-Leven-Zentrums beteiligen, zudem auch Fördermittel, Sponsoren und Spenden einwerben. In der Phase der Entwicklung bis zur Fertigstellung des Neubaus plant der Verein in Kooperation mit dem Solinger Stadtarchiv und weiteren Akteuren bereits aktiv zu werden, indem er unter anderem Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert.

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