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Solingen: Unternehmen bieten mehr Stellen an

Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Solingen : Unternehmen bieten mehr Stellen an

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um 183 Personen auf 7482 zurückgegangen. Das entspricht einer Erwerbslosenquote von 8,6 Prozent.

Im Vergleich zum Oktober des vergangenen Jahres wurden aber jetzt 1514 mehr Jobsuchende gezählt. Vor Jahresfrist lag die Arbeitslosenquote bei lediglich 6,9 Prozent.

Getragen wird der Solinger Arbeitsmarkt weiter von der Kurzarbeit. Von März bis Ende Oktober sind bei der Agentur für Arbeit insgesamt knapp 1800 Anzeigen auf Kurzarbeit für rund 27.000 Beschäftigte eingegangen.

Wie viele Betriebe davon tatsächlich Kurzarbeit eingeführt haben, lässt sich erst nach sechs Monaten exakt sagen. Im April dieses Jahres haben demnach im Agenturbezirk 1180 Betriebe für 11.855 Mitarbeiter konjunkturelles Kurzarbeitergeld beantragt.

Im Gegensatz zu den Nachbarstädten Wuppertal und Remscheid wurden in Solingen im Oktober deutlich mehr Stellen gegenüber dem Vormonat gemeldet. Immerhin 284 Arbeitsangebote – 66 mehr als im September – wurden den Arbeitsvermittlern angeboten. „Mit dem Herbst kehrt die Dynamik in den Arbeitsmarkt zurück“, sagt der Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, Martin Klebe. Im Bestand hat die Agentur derzeit noch etwas mehr als 1000 Stellenangebote.

Weiter in Bewegung ist auch der Ausbildungsstellenmarkt – in Solingen wie im Bergischen. Zumal das Ausbildungsstellenjahr nicht wie üblich wegen der Corona-Pandemie am 30. September endete. Erst zu Beginn des neuen Jahres soll Bilanz gezogen werden. Das haben die Partner im Ausbildungskonsens – unter anderem Arbeitsagentur, Bergische IHK und Handwerk – so vereinbart. „Wir wollen trotz Corona möglichst viele Ausbildungsplätze besetzen und möglichst vielen Jugendlichen gerade in diesen Zeiten eine berufliche Perspektive eröffnen“, sagt Martin Klebe.

In den vergangenen zwölf Monaten wurden der Berufsberatung der Agentur für Arbeit 787 Ausbildungsstellen von klingenstädtischen Unternehmen beziehungsweise Verwaltungen gemeldet. Davon waren Ende September noch 91 frei – beispielsweise im Verkauf, für Kaufleute im Handel, für Büro und Sekretariat und laut Agentur für Arbeit auch im Bereich der Metalloberflächenbehandlung.

Auf der anderen Seite suchen noch 107 Jugendliche eine Ausbildungsstelle. Die Zahl der Bewerber (983) hat sich seit Beginn des Ausbildungsstellenjahres am 1. Oktober vergangenen Jahres um knapp 200 deutlich verringert.