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Solingen und Remscheid geben Garantie für Symphoniker bis 2029

Kultur in Solingen und Remscheid : Städte geben Garantie für das Orchester bis 2029

Anfang September beginnt die neue Spielzeit der Bergischen Symphoniker – unter Corona-Bedingungen. Parallel werden aber auch die Weichen für die Zukunft gestellt. Geschäftsführer Stefan Schreiner verlängerte seinen Vertrag.

Für die Kulturfreunde im Bergischen Land ist es eine richtig gute Nachricht: Nachdem die Bergischen Symphoniker in der Vergangenheit mehr als einmal Gegenstand von Spardiskussionen gewesen sind, ist das gemeinsame Orchester der Städte Solingen und Remscheid nun für die nächsten Jahre in seinem Bestand gesichert. Denn wie die beiden Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Burkhard Mast-Weisz (beide SPD) am Freitag bekannt gegeben haben, wurde jetzt ein Weg gefunden, die Existenz der Symphoniker bis 2029 auf feste Beine zu stellen.

„Damit geht die Garantie so weit wie noch nie“, sagte Solingens OB Kurzbach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Remscheider Amtskollegen sowie Generalmusikdirektor Daniel Huppert und Orchester-Geschäftsführer Stefan Schreiner in der Geschäftsstelle der Bergischen Symphoniker in Solingen.

Wobei die zwei Stadtoberhäupter keinen Zweifel daran ließen, dass es mit dem musikalischen Aushängeschild der Region auch nach 2029 weitergehen soll. So betonte beispielsweise Tim Kurzbach, bei der Jahreszahl 2029 handele es keineswegs um ein Enddatum, derweil Burkhard Mast-Weisz noch einmal die Bedeutung der Symphoniker als ein „wichtiges Stück bergischer Kultur“ unterstrich.

Demzufolge nutzten die Oberbürgermeister die Pressekonferenz zudem, um noch eine andere gute Nachricht zu verkünden. Denn nachdem man mit der Verpflichtung von Daniel Huppert 2019 schon einen echten Glücksgriff getan habe, sei man nun „sehr froh, „dass auch der Vertrag mit Geschäftsführer Stefan Schreiner verlängern werden konnte“, sagte Mast-Weisz, der in diesem Kontext besonders die gute Zusammenarbeit zwischen Schreiner und Generalmusikdirektor Huppert hervorhob.

So sei es in der jüngeren Vergangenheit gelungen, das Orchester sowohl musikalisch, als auch organisatorisch weiterzuentwickeln, lobten die beiden Oberbürgermeister das Engagement der zwei Symphoniker-Köpfe und unterstrichen unter anderem, dass es mittlerweile gelungen sei, das bergische Orchester .über die Grenzen seiner eigentlichen Heimatregion hinaus bekannt zu machen.

Gleichwohl bleiben die Bergischen Symphoniker vor allem eine Institution in Solingen und Remscheid. Ein Umstand, der gerade in den zurückliegenden Monaten während der Corona-Krise deutlich wurde. Wie alle anderen Bereiche wurde auch der Kulturbetrieb hart von dem Lockdown im Frühjahr getroffen. Beispielsweise konnten die Symphoniker über Monate hinweg keine Konzerte geben – wobei die Freude beim ersten vorsichtigen Neustart im Frühsommer dann aber umso größer war.

„Die Leute lechzten regelrecht nach Musik“, erinnerte Burkhard Mast-Weisz nun noch einmal an das erste Konzert nach der Zwangspause, während Tim Kurzbach den Blick bereits in die Zukunft richtete. So gelte es nun, den Konzertbetrieb unter den neuen Rahmenbedingungen wieder aufzunehmen, sagte der Solinger OB.

Dementsprechend präsentierten die Symphoniker am Freitag ihren Spielplan für die Saison 2020 / 21, die am 1. beziehungsweise 2. September mit dem ersten Philharmonischen Konzert in beiden Städten beginnt. Dabei kann der Spielplan, wenn notwendig, immer wieder kurzfristig den aktuellen Bedingungen angepasst werden.

Was auch für den Arbeitsalltag der Musiker gilt. Wie andere Arbeitnehmer waren die Künstler in den zurückliegenden Monaten von Kurzarbeit betroffen. „Das war in einem Verhältnis von 20:80“, sagte Generalmusikdirektor Huppert. Die Regelung läuft nun aus. Gleichzeitig gibt es aber bereits Verhandlungen mit dem Betriebsrat über eine Verlängerung. „Die Kurzarbeit soll jedoch zurückgefahren werden“, so Geschäftsführer Schreiner.