Solingen: Unbekannter installiert am Girls' Day Kamera auf Damentoilette einer Feuerwache

Polizeiermittlungen in Solingen : Kamera bei Girls’Day der Feuerwehr auf Toilette entdeckt

Während des Projekttages „Girls’Day“ ist in der Damentoilette der Berufsfeuerwehr in Solingen eine Kamera gefunden worden. Die Feuerwehr informierte die Eltern der Mädchen, die Polizei sucht den Täter.

Der deutschlandweite Projekttag „Girls’Day“, bei dem Betriebe und Unternehmen Schülerinnen eher männerdominierte Berufe näher bringen wollen, ist in diesem Jahr in Solingen von einem schwerwiegenden Vorfall überschattet worden. Denn wie ein Sprecher des auch für die Klingenstadt zuständigen Polizeipräsidiums Wuppertal am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt hat, ist während der Informationsveranstaltung am Donnerstagnachmittag auf der Damentoilette in der Wache Wald der Solinger Berufsfeuerwehr am Frankfurter Damm eine Kamera entdeckt worden.

„Es ist eine entsprechende Anzeige erstattet worden“, sagte der Polizeisprecher, der parallel betonte, die Beamten würden die Angelegenheit sehr ernst nehmen. „Die Ermittlungen liegen nun beim zuständigen Kriminalkommissariat – und wir hoffen, den Täter ausfindig machen zu können“, hieß es vonseiten der Polizei.

Tatsächlich löste der Fund der Kamera in der Toilette der Feuerwache III Entsetzen und große Empörung aus. „Meine Tochter hatte am Donnerstag den ,Girls’Day’ bei der Feuerwehr besucht“, berichtete eine Mutter am Tag nach der Entdeckung. Doch als die Frau, die mit ihrer Familie in Burscheid lebt, das Mädchen später wieder aus Solingen abholen wollte, wurde sie – wie auch alle anderen Eltern – von der Feuerwehr zunächst einmal in die Aula der Wache gebeten. „Dort ist uns dann die Sache mit der Kamera mitgeteilt worden. Und wir wurden darüber informiert, dass die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hat“, sagte die Mutter.

Ob die Kamera gezielt aus Anlass des „Girls’ Days“ installiert worden ist, steht noch nicht fest. Die Stadt Solingen wollte sich am Freitag nicht näher zu dem Vorgang äußern. „Uns ist der Fall bekannt“, sagte eine Rathaus-Sprecherin. Genaue Aussagen seien, auch mit Blick auf die laufenden Ermittlungen, aber augenblicklich nicht möglich, so die Sprecherin.