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Solingen: Über Freiwilligendienst zur Lehrstelle

Solinger Nachwuchskräfte : Über Freiwilligendienst zur Lehre

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach begrüßte am Mittwoch im Pina-Bausch-Saal rund 90 „Bufdis“ und FSJler, die nun ihren Dienst antreten.

Städtische Nachwuchskräfte begrüßen – das ist im Solinger Rathaus Chefsache. Vor rund zwei Wochen hatte Oberbürgermeister Tim Kurzbach die 53 neuen Auszubildenden in der Maschinenhalle auf dem Gelände des Gründer- und Technologiezentrums willkommen geheißen. Am Mittwoch waren es über 50 Personen, die ihren einjährigen Bundesfreiwilligendienst (BFD) – sogenannte Bufdis – nun in Kitas, weiterführenden Schulen, Förderschulen, in Verwaltungsstellen, Jugendhilfeeinrichtungen sowie Altenzentren aufnehmen.

Der älteste Teilnehmer ist hier 63, der jüngste 15. Auch Post- und Telekombeamte sind unter den „Bufdis“, die durch den Bundesfreiwilligendienst früher den Ruhestand antreten können. „Engagierter Ruhestand“ heißt das im Verwaltungsjargon.

Aber auch 40 junge Menschen im Alter von 15 bis 26 Jahren, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren, begrüßte Oberbürgermeister Tim Kurzbach im Pina-Bausch-Saal des Theater und Konzerthauses, die jetzt in Grundschulen, im Haus der Jugend an der Dorper Straße sowie in der Notschlafstelle „Die 10“ zum Einsatz kommen.

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Viele junge Menschen wissen nach der Schule nicht, welchen beruflichen Weg sie einmal einschlagen sollen. Der Bundesfreiwilligendienst oder das Freiwillige Soziale Jahr bieten hier Alternativen. Zum einen, um sich in möglichen Berufsfeldern auszuprobieren. Zum anderen, um eventuell Zeit zu überbrücken, weil man nicht unbedingt sofort nach der Schule mit einem Studium oder einer Ausbildung durchstarten will. Das soziale Engagement spielt bei vielen natürlich ebenfalls eine Rolle. „Genießen Sie diese Zeit als geschenkte Zeit“, sagte Tim Kurzbach zu den ehrenamtlichen Kräften, „und finden Sie in dieser Zeit Ihren Weg.“

Wobei das Team der Stadtverwaltung den „Bufdis“ und FSJlern „ein gutes Fundament bietet, auf dem sich aufbauen lässt“. Dafür ist es aber notwendig, selbst Verantwortung zu übernehmen, erklärte der Verwaltungschef und ergänzte: „Sie müssen sensibel sein für die Menschen, die Ihnen anvertraut werden.“ Die „Bufdis“ und FSJ-Teilnehmer erhalten in Solingen ein monatliches Taschengeld in Höhe von 375 Euro. Überdies ein vergünstigtes Busticket und im Laufe des Jahres 25 Bildungstage.

Die Freiwilligendienste können zudem durchaus ein Karriere-Sprungbrett sein. Von den 75 BFD-Teilnehmern des vorangegangenen Jahrgangs ist einer nun Stadtinspektoranwärter, eine macht eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten, einer eine Ausbildung zum Gärtner. Zudem wurden je zwei BFDlerinnen und FSJlerinnen in die Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin übernommen.