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Solingen: Udo Vogtänder (SPD) ist gestorben

Gräfraths Bezirksbürgermeister gestorben : Trauer um Udo Vogtländer

Nach langer schwerer Krankheit ist der langjährige Bezirksbürgermeister des Stadtteils Gräfrath am Freitag im Alter von 71 Jahren gestorben.

Die Solinger SPD, aber auch viele Vereine und Institutionen nicht nur im Stadtteil trauern um Udo Vogtländer. Der langjährige Bezirksbürgermeister von Gräfrath ist nach langer Krankheit am Freitag im Alter von 71 Jahren gestorben. Bei der jüngsten Kommunalwahl war er nochmals für seinen Stadtteil angetreten – und erneut in die Bezirksvertretung gewählt worden. Vier Sitze errang hier die SPD, ebenso viele wie die CDU. „Udo Vogtländer war das Zugpferd der SPD und für das gute Abschneiden unserer Partei in Gräfrath mit verantwortlich“, sagt der SPD-Unterbezirksvorsitzende Josef Neumann. „Er hinterlässt eine große Lücke.“

Aber nicht nur politisch, sondern insbesondere auch menschlich. Josef Neumann war über Jahre hinweg freundschaftlich verbunden mit Udo Vogtländer. „Mich hat sein Tod trotz seiner Krankheit jetzt überrascht. Das hat mich schwer getroffen und schockiert“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete. Zumal Vogtländer wie Neumann selbst früher als Gewerkschaftssekretär für die ÖTV beziehungsweise die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gearbeitet haben. „Udo Vogtländer hat lange mit der Krankheit gekämpft. Aber sein Motto war stets – wer kämpft kann verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren“, erzählt Josef Neumann.

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Udo Vogtländer wurde am 5. Februar 1949 geboren. Am 1. Januar 1973 trat er in die SPD ein. „Udo hat viel für seinen Stadtteil, Gräfrath getan“, sagt Josef Neumann. So sei Vogtländer auch oft „hemdsärmelig für die Gemeinschaft“ unterwegs gewesen. „Sonntags beim Gräfrather Marktfest war Udo Vogtländer stets beim Reibekuchenbacken auf dem Marktplatz vor Ort“, erzählt der SPD-Vorsitzende, der ihm dabei ebenso unterstützt hat wie unter anderem der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol, der in Gräfrath wohnt.

Gräfrath ist mit rund 18.500 Einwohnern der kleinste der Solinger Stadtteile. Kultur, Wohnen, Touristik und Gastronomie – die Umsetzung des städtebaulichen Rahmenplans von 1995 hatte für Udo Vogtländer einen hohen Stellenwert. Gut vier Jahrzehnte setzte er sich politisch und pragmatisch für seinen Stadtteil ein. Auch über Parteigrenzen hinweg. Lange Jahre überdies als Bezirksbürgermeister.

Der historische Stadtkern mit dem Marktplatz und der Gastronomie war für Vogtländer „die gute Stube“ – der schönste Platz von Gräfrath: „Der Ortskern hat südländisches Flair. Er ist ein Kommunikationsplatz – wenn das Wetter mitspielt“, sagte Vogtländer oft.