Solingen: Tatverdächtiger schweigt zum Tod einer Dreijährigen

Ermittlungen in Solingen: Tatverdächtiger schweigt zum Tod einer Dreijährigen

Im Fall eines getöteten dreijährigen Mädchens in Solingen schweigt der 18 Jahre alte Tatverdächtige. Der Freund der Mutter des Kindes steht im Verdacht, die Dreijährige misshandelt zu haben.

"Er hat sich weder bei der Polizei noch beim Ermittlungsrichter geäußert", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Wuppertal am Samstag. Das Gericht werde dem gebürtigen Solinger nun einen Anwalt bestellen.

Gegen den 18 Jahre alten Lebensgefährten der Mutter der Dreijährigen war am Freitag Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden. Die Obduktion des Mädchens habe eine "massive äußere Gewalteinwirkung" ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft im Anschluss mit. Das Kind wies demnach innere Blutungen auf und war zudem verbrüht worden.

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Die Staatsanwaltschaft prüft, ob auch der Mutter ein Vorwurf gemacht werden kann. Sie sei "möglicherweise bei einem Teil der Tat zumindest nicht eingeschritten", sagte der Sprecher am Samstag. Die 24-Jährige hatte am Mittwoch einen Notarzt alarmiert, weil ihre Tochter nicht mehr geatmet hatte. Die Ärztin konnte aber nur noch den Tod des Kindes feststellen.

(lsa)