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Solingen: Strom und Gaspreise bleiben stabil

Stadtwerke Solingen : Strom- und Gaspreise bleiben stabil

Die Verbraucher können sich wohl freuen. Auch 2019 dürfte es wieder keine Erhöhung der Strom- und Gaspreise geben. Offiziell bestätigen die Stadtwerke eine Preisstabilität aber erst einmal lediglich bis Ende des Jahres.

Es ist eine ausgesprochen gute Nachricht für die Kunden der Stadtwerke Solingen (SWS). Die Gas- und Strompreise werden aller Voraussicht nach auch kommendes Jahr stabil bleiben. Das ist unter anderem das Ergebnis einer Sitzung des Stadtwerke-Aufsichtsrates, bei der in der vergangenen Woche der Wirtschaftsplan 2018 / 19 des kommunalen Versorgers auf der Tagesordnung gestanden hatte.

Wie im Anschluss aus Teilnehmerkreisen zu erfahren war, hat sich die Erlös-Situation der SWS in dem am 30. September zu Ende gehenden Geschäftsjahr 2017 / 18 weiter positiv entwickelt. So dürfte nach Abzug aller Aufwendungen und Kosten bei dem kommunalen Versorger ein Gesamterlös in Höhe von 800.000 Euro stehen, was die Erwartungen um etwa eine halbe Millionen Euro übertrifft und die Stadtwerke in die Lage versetzt, auch diesmal auf eine Anhebung der Kosten für Gas und Strom zu verzichten. Experten werten das Ergebnis im Versorgungsbereich als „relativ zufriedenstellend“.

Die Preise für Strom bleiben jedenfalls im vierten Jahr hintereinander konstant. Und beim Gas stehen die Zeichen ebenfalls auf Beständigkeit. So hatten die Stadtwerke schon 2017 von einer Anhebung abgesehen, nachdem der Gaspreis für Privatverbraucher zum 1. Oktober 2016 sogar um 0,4 Cent je Kilowattstunde gesenkt worden war.

Offiziell wollten die Stadtwerke am Dienstag noch keine abschließende Aussage zur Entwicklung der Gas- und Strompreise treffen. „Was wir bislang mit Gewissheit mitteilen können, ist, dass es bis Ende des Jahres keine Erhöhungen geben wird“, sagte Stadtwerke-Vertriebsleiter Stefan Ziebs. Gleichzeitig zeigte sich Ziebs verhalten zuversichtlich, die Preise für Strom und Gas auch über den 1. Januar 2019 hinaus stabil zu halten. Ziebs: „Wir hoffen, in diesen Bereichen weiter geradeaus fahren zu können“.

Tatsächlich spielen mehrere Unbekannte vor allem in die Kalkulation der Strompreise mit ein. Einerseits ist der Markt stark in Bewegung, was bedeutet, dass teils erhebliche Preisschwankungen zu beobachten sind. Und andererseits spielen parallel politische Faktoren eine Rolle, die ihrerseits Einfluss auf die Preise nehmen. So wird die genaue Höhe der Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erst Mitte Oktober bekanntgegeben – mit der Folge, dass bis zu diesem Zeitpunkt sämtliche Aussagen über die zukünftigen Strompreise unter Vorbehalt stehen.

Weitere Variablen sind hingegen besser einzuschätzen. Die sogenannte Konzessionsabgabe etwa, die die Stadtwerke Solingen in den nächsten Jahren an die Stadt zu zahlen hat, beläuft sich laut Haushaltsplan 2018 auf jährlich rund 10,3 Millionen Euro. Und die Abdeckung der Verluste aus den Verkehrsbetrieben ist ebenfalls gedeckelt. Allerdings müssen die diesbezüglich festgelegten neun Millionen Euro auch erst einmal aus dem laufenden Geschäft der Versorgungssparte erwirtschaftet werden.

Eine Sparte wohlgemerkt, die ihrerseits unter Druck steht. So wurde im Aufsichtsrat bekannt, dass immer mehr Privatkunden – zum Beispiel beim Strom – von der Option Gebrauch machen, den Anbieter zu wechseln. „Die Kunden sind preisbewusster und flexibler geworden“, heißt es. Eine Entwicklung, die bei den Stadtwerken zuletzt durchaus zu Buche schlug. Wobei sich die SWS gut aufgestellt sehen. „Viele Kunden wählen heute längerfristige Produkte“, sagte Vertriebsleiter Ziebs am Dienstag. Der Vorteil solcher Fixprodukte ist, dass die Preise selbst dann stabil bleiben, wenn es Preisschwankungen gibt.